Der Baum steht bereits fest. Um das Gehölz auf dem Rietschener Friedhof werden strahlenförmige Steinlinien gesetzt. Und unter den Liegesteinen erfolgt die Verwahrung der Urnen. Das Ganze nennt sich Urnendoppelreihen-Grabstätte. „Damit kommen wir dem Wunsch vieler Bürger nach. Auch der örtliche Seniorenbeirat hat diese Bitte an uns herangetragen“, erklärt Bürgermeister Ralf Brehmer das Ansinnen. Das Besondere sei, dass es sich trotz der Urnen um ganz individuelle Begräbnisstätten handelt, da auch die Namen der Verstorbenen integriert werden. Die neue Stätte biete Platz für 30 bis 40 Menschen. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 waren in der Gemeinde Rietschen rund 60 Menschen gestorben.

Bereits sechste Bestattungsart auf Rietschener Friedhof

Der Verwaltungsausschuss hat dem Vorhaben jetzt seinen Segen erteilt. Mit der Umsetzung solle relativ zeitnah begonnen werden. Es ist die bereits sechste Bestattungsart auf dem Rietschener Friedhof.
In der Gemeinde gibt es den kommunalen Friedhof im namensgebenden Ort. Die Liegezeit für alle Gräber umfasst 20 Jahre. Die parkähnliche Anlage im Zentrum umfasst rund 370 Grabstätten auf einer Fläche von etwa 1,2 Hektar. Die Trauerhalle bietet Platz für über 60 Personen.
Eine weitere Begräbnisstätte befindet sich in Daubitz. Sie wird von der evangelischen Kirche getragen. Darüber hinaus existieren in der Gemeinde Rietschen insgesamt sieben Kriegsgräberanlagen.
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