Das Kopf-an-Kopf-Rennen der Kreistagwahl im Landkreis Görlitz ist entschieden. Dem vorläufigen Wahlergebnis zufolge zieht die Alternative für Deutschland (AfD) mit 29,1 Prozent der Wählerstimmen als stärkste Kraft in den Kreistag ein.

Die Chistdemokraten stellen die zweitstärkste Fraktion mit 25,5 Prozent der Stimmen (23 Sitze).

Die Freien Wähler erringen 12,7 Prozent (elf Sitze). Linke (9,1/acht Sitze). Grüne (6,2 fünf Sitze) und SPD (5,0 Prozent/vier Sitze) folgen. Die FDP ist mit drei, die Wählergemeinschaft für Kinder, Jugend und Familie sowie die Bürger für Görlitz mit jeweils zwei Sitzen vertreten.

Die Wahlbeteiligung liegt mit 61,7 Prozent hoch.

AfD und Freien Wähler-Gruppen Gewinner bei Kommunalwahlen

Landrat Bernd Lange (CDU) erklärt: „Ich danke zunächst allen Wahlhelfern, die die Wahl den gesamten Tag über begleitet und dafür Sorge getragen haben, dass die Wahl ordnungsgemäß verlaufen ist. Es ist gut, dass es eine so hohe Wahlbeteiligung im Landkreis Görlitz gegeben hat. Dadurch wird auch das Interesse an der Entwicklung des Landkreises deutlich“

Bei den Ergebnissen sei deutlich zwischen der Europa- und den Kommunalwahlen zu unterscheiden. Während deutschlandweit die Europawahl eine Entscheidung für Berlin und Europa gewesen sei, „benennen die Kommunalwahlen einmal mehr die Baustellen der Region und zeigen, dass das Vertrauen in die etablierten Parteien nicht da ist“. Die Freien Wähler-Gruppen und die AfD seien hier erkennbar als Gewinner der Wahl hervorgegangen.

„Ich appelliere an alle, die künftig im Kreistag, im Gemeinde-, Stadt- oder Ortschaftsrat tätig werden, dass sie die Interessen und die Hoffnungen der Menschen auf eine Entwicklung der Region ernst nehmen und ihre Arbeit danach ausrichten. Ich rufe die Bürgerschaft und die Mandatsträger zu einem Miteinander für diese Region auf. Sie müssen die Aufgaben, die vor uns liegen, gemeinsam lösen“, so der Christdemokrat Lange weiter.