An manchen Tagen wälzen sich die Auto- und Lkw-Kolonnen nur so aus Richtung Weißkeißel in die Stadt Weißwasser. Vor allem die Anwohner wünschen sich, dass deshalb an der Heinrich-Heine-Straße eine Geschwindigkeitsbegrenzung vorgenommen wird.

„Wir fühlen uns als Anwohner seit vielen Jahren stark durch den Verkehr belastet“, erklärt Klaus Schmidt. Er hatte sich jüngst während einer Stadtratssitzung zu Wort gemeldet und die Gelegenheit genutzt, sein Anliegen in die Öffentlichkeit zu tragen. „Ich möchte den Stadtrat informieren, weil wir glauben, wir verlangen nichts Außergewöhnliches“, sagt er.

Anwohner der Heinrich-Heine-Straße wenden sich ans Rathaus

Schon vor Monaten habe er sich in der Sache an die Stadtverwaltung und im Besonderen an den Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) gewandt. Der habe ihm erklärt, dass es sich bei der Straße um eine handelt, die nicht im Verantwortungsbereich der Stadtverwaltung liegt. „Es geht um eine Kreisstraße“, stimmt Torsten Pötzsch zu. Folglich habe er den Anwohnern geraten, eine Unterschriftenliste zusammenzutragen und damit das Anliegen, das Tempo auf 30 km/h zu senken, zu untermauern.

„Weil unsere vorherigen Bemühungen gescheitert sind, haben wir es damit versucht und mehr als 100 Unterschriften zusammengetragen“, erklärt Klaus Schmidt den Stadträten und fügt hinzu: „Denn wir leiden stark unter dem zunehmenden Verkehr.“

Torsten Pötzsch indes versichert, dass er das Anliegen der Einwohner an die entsprechende Stelle leitet. „Wir als Stadt haben leider nicht viel Handlungsspielraum“, sagt er, „aber wir werden Sie, so gut es eben geht, unterstützen.“

Manche Lkw-Fahrer hupen extra in der Heinrich-Heine-Straße

Klaus Schmidt indes freut sich darüber. Er berichtet allerdings auch von Erlebnissen, die weniger schön sind: „Wenn man so ein Vorhaben in die Wege leitet, erfährt man Vieles, was man vorher gar nicht gedacht hätte“, sagt er. So würde es einige Firmen geben, die von der Aktion der Anwohner an der Heinrich-Heine-Straße gehört hätten. „Die fahren extra langsam an unserem Haus vorbei und hupen noch“, berichtet Klaus Schmidt. Dabei wünsche er sich doch nur, dass der Geräuschpegel abnimmt. „Und wenn schon nicht für den Pkw-Verkehr, dann sollte doch wenigstens für die Lkw Tempo 30 gelten“, sagt er.