| 02:45 Uhr

"Unser Fest ist handgemacht”

Alles vorbereitet, die Gäste können kommen. Ab heute rollen die Fans in den wilden Osten nach Daubitz-Walddorf.
Alles vorbereitet, die Gäste können kommen. Ab heute rollen die Fans in den wilden Osten nach Daubitz-Walddorf. FOTO: Weiß
Daubitz-Walddorf. Countryfans aus nah und fern kennen am Wochenende nur ein Ziel: Walddorf und die Forest Village Ranch. Auch Tom Astor und Linda Feller sind wieder mit dabei. Regina Weiß

Idylle pur. Blauer Himmel, die Sonne lacht über Mais- und Kornfeldern. Natur, soweit das Auge reicht. Und dann steht man plötzlich am "Eingang" zum Wilden Westen. Was so unvermittelt daher kommt, hat so manchen Gast schon in seinen Bann gezogen. Kein Wunder, dass die Forest Village Ranch in Walddorf zu jedem Countryfest gestürmt wird. In diesem Jahr gibt es das 22. und am meisten wundert es die Vereinsmitglieder selbst, wie dieses Fest gewachsen ist.

Tobias Schmidt ist seit 1989 Mitglied im Karnevalsverein Daubitz und erinnert sich noch sehr genau an die Anfänge des wilden Ostens. "Wir hatten das Thema für unser Programm gewählt und haben dann ein Sommerfest für den Verein geplant", so Schmidt. Doch schon damals bekamen Interessenten Wind davon und meldeten sich an. Langsam ist das Fest dann immer größer geworden. "Es hat sich rumgesprochen", weiß Schmidt. Und das republikweit und darüber hinaus. Warum das so ist, dafür hat Tobias Schmidt eine "einfache" Erklärung. "Ich denke, die Leute merken, dass unser Fest mit Liebe gemacht ist. Wir ziehen hier keinen Bauzaun und stellen ein Karussell auf. Unser Fest ist handgemacht." Das bedeutet aber auch, dass am Wochenende rund 200 Helfer ihre Hände regen und vor und hinter den Kulissen im Einsatz sind, um alles am Laufen zu halten. Und nicht nur das: Die Aufbauarbeiten beginnen Wochen vorher. Am Donnerstag wird gefühlt an allen Stellen zugleich gewerkelt. Da wird der Bierwagen in Position gebracht. Es werden Zaunlatten am Kartenhäuschen angeschraubt, Bier und Hunderte Rollen Toilettenpapier werden angeliefert. Alles muss verstaut und hergerichtet werden. Nicht zu vergessen die Nachbereitung am Montag. "Es muss ja schließlich auch alles wieder abgebaut werden und ordentlich aussehen", so Tobias Schmidt. Das bedeutet Einsatz von viel Kraft und Zeit. Zeit, die der Daubitzer sonst als selbstständiger Maler verbracht hätte.

Beim Countryfest ist Tobias Schmidt für die Pferderassenschau und die Kettensägenkünstler zuständig. Beides feste Punkte im Veranstaltungsplan. Vor Jahren haben es ihm die Irish Cobs (Tinker) angetan. "Sie sind außergewöhnlich und ehrliche Tiere", schwärmt er für die Rasse. Vier nennt er selbst sein Eigen. Die Vielfalt an Pferden zu zeigen, soll auch an diesem Samstag gelingen. Zehn bis zwölf Rassen, darunter Stuten mit ihren Fohlen, werden vertreten sein.

So viele Kettensägenkünstler werden zwar nicht im Einsatz sein, aber die anwesenden werden sich wieder mächtig ins Zeug legen. Darunter auch Tom Schmidt, der 18-jährige Sohn von Tobias. Einige der Skulpturen, bei deren Werden und Wachsen die Gäste zusehen können, bekommen einen Platz auf der Ranch. Andere werden verkauft.

Das Festprogramm:

Beim 22. Countryfest erleben die Gäste 14 Countrybands und Action rund um die Uhr. Die drei abwechslungsreichen Tage beginnen mit dem Freitag um 19 Uhr. Der Samstag startet um 13 Uhr und Sonntag gibt es um 9 Uhr den Countryfest-Zeltgottesdienst, anschließend geht es im Countryfieber ab 10 Uhr weiter.

Der Samstagnachmittag: 15 Uhr Einzug des Westerntrecks in die Forest Village Ranch, ab 16 Uhr Westernmehrkampf, 17 Uhr Pferderassenschau auf dem Festplatz, 18 Uhr Stuntshow mit Old Lucky Luke Walla und seinen Banditen.

Die Stargäste: Am Sonntag tritt ab 13.30 Uhr Linda Feller auf, ab 14.30 Uhr sind Tom Astor und Band zu erleben.

Die Eintrittspreise: am Freitag fünf Euro, Samstag sieben Euro, Sonntag zehn Euro (Kinder jeweils 1,50 Euro); Kombikarte von Freitag bis Sonntag 18 Euro, Kombikarte von Sonnabend bis Sonntag 15 Euro.