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Ungewöhnliches Nieskyer Gebäude wird saniert

Das "Dewog-Haus" bildet einen außergewöhnlichen Blickfang am Rande von Niesky.
Das "Dewog-Haus" bildet einen außergewöhnlichen Blickfang am Rande von Niesky. FOTO: U. Menschner/ume1
Niesky. Eines der markantesten Gebäude am Ortsrand von Niesky wird gegenwärtig grundlegend saniert. Im "Dewog-Haus" (benannt nach der Bauherrin, der Deutsche Wohnfürsorge A. ume1

G.) errichtet die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Niesky eG (GWG) noch bis September insgesamt 23 barrierefreie Wohnungen. Nachdem der Eingang Königshainer Straße 9 bereits vor 13 Jahren saniert worden war, sind jetzt die beiden Eingänge an der Käthe-Kollwitz-Straße (Hausnummern 2 und 4) an der Reihe.

Die durch Grundrissveränderungen entstehenden Wohnungen haben ein bis drei Zimmer und Wohnflächen von bis zu 79 Quadratmetern, sie sind auch durch zwei Aufzüge zu erreichen. Damit erhält das 1930/31 von dem damals in der unmittelbaren Nachbarschaft ansässigen Baugeschäft Friedrich Schulze errichtete Haus seinen Zugang in die moderne Zeit.

Das Teil-Haus Käthe-Kollwitz-Straße 4 stellte das einzige Gebäude mit Laubengängen in der Stadt Niesky dar. "Die vorhandenen Laubengänge werden abgerissen und durch eine neue großzügigere Konstruktion ersetzt", so die GWG. Die bereits sanierte Königshainer Straße 9 erhielt sieben neue Balkone. In der Königshainer Straße 2 werden demnach schon bald die Mieter einziehen können. In der "4" dauert es noch bis zum Herbst, da dort umfangreiche Grundrissveränderungen vorzunehmen und die neuen Laubengänge anzubauen sind.

Das Dewog-Haus blickt insbesondere in Bezug auf seine Besitzverhältnisse auf eine wechselvolle Geschichte zurück: So fiel es 1933 im Zuge der Zerschlagung des gewerkschaftlichen Vermögens an die Deutsche Arbeitsfront. Nach 1945 gelangte es in kommunale Hand.