Ein 31-jähriger polnischer Lkw-Fahrer ist am späten Freitagnachmittag, 22. Januar, gegen 17.30 Uhr auf der B 115 zwischen Jämlitz-Hütte und Gablenz in Höhe der Tankstelle „Gulf Tankstelle Bad Muskau“ verunfallt. Dort übersah er einen Kreisverkehr und fuhr ungebremst auf diesen auf, wodurch der Sattelzug in eine Böschung mit Bepflanzung des Kreisels schoss.
Während der Unfallaufnahme gab der Fahrer an, einen Sekundenschlaf gehabt zu haben, teilt die Polizeidirektion Görlitz mit. Der Fahrer versuchte wohl noch, sich selbst zu befreien, hatte aber keine Chance. Der weiche Boden sorgte dafür, dass sich die Räder immer weiter festfraßen. Vorbeifahrende Fahrzeuge informierten schließlich die Polizei.

Verkehr wurde an Unfallstelle vorbeigeleitet

Da der Sattelzug nicht aus eigener Kraft zurück auf die Straße kam, wurde durch die Polizei ein Abschleppdienst zur Bergung angefordert. Bis zu dessen Eintreffen wurde der Verkehr langsam an der Unfallstelle vorbeigeleitet.
Mit schwerem Gerät wurde das tonnenschwere Gespann im Laufe des Abends wieder auf die Straße gezogen. Glücklich hierbei war, dass der Lkw nicht beladen war und dadurch einfacher geborgen werden konnte. Im Zuge der Bergung musste der Kreisverkehr für circa 45 Minuten komplett gesperrt werden.
Der Verkehrsunfalldienst der Polizei hat noch vor Ort den Tachographen des Lkw ausgelesen, die Auswertung steht noch aus.

Lkw-Fahrer könnte mit Geld- oder Haftstrafe belangt werden

Sollte sich bestätigen, dass der Unfall durch Übermüdung verursacht wurde, drohen dem Fahrer hohe Strafen. Laut Strafgesetzbuch § 315 c ist mit einer Geldstrafe oder bis zu fünf Jahren Haft zu rechnen. Außerdem wurde durch einen Richter im Eilverfahren festgelegt, dass der Führerschein sofort an der Unfallstelle entzogen werden musste. Dies wurde durch die Polizeibeamten am Ort vollzogen. Die Ermittlungen dauern an. Nach ersten Erkenntnissen entstand ein Schaden von rund 10.000 Euro.