ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:22 Uhr

Umweltverbände fordern Verzicht auf Umsiedlungen für Tagebau Nochten

Der Tagebau Nochten.
Der Tagebau Nochten. FOTO: Angelika Brinkop
Weißwasser/Cottbus. Die brandenburgischen Umweltverbände fordern vom Energieunternehmen Vattenfall den Verzicht auf die geplante Umsiedlung der Ortschaften Rohne, Mulkwitz und Schleife im Zuge der Erweiterung des Braunkohletagebaus Nochten nahe Weißwasser (Ostsachsen). Wie die Grüne Liga am Montag in Cottbus mitteilte, sollte das Unternehmen außerdem zur Begrenzung der Grundwasserabsenkung eine Dichtwand errichten. Darauf hätten sich Grüne Liga, der Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und die Naturfreunde verständigt. ddp

Wie es hieß, wären durch die Umsiedlungen bei der geplanten Erweiterung des Tagebaus Nochten rund 1500 Menschen betroffen. Damit handele es sich um das Tagebauvorhaben mit den meisten Umsiedlungen im gesamten Lausitzer Kohlerevier und stehe in besonderem Maße für eine nicht mehr zeitgemäße Form der Energiegewinnung. Die Umweltverbände warnten, dass die Grundwasserabsenkung des Tagebaus weit in Brandenburgisches Territorium hineinreichen solle. Davon betroffen seien geschützte Feuchtgebiete ebenso wie die Trinkwasserversorgung von Spremberg und Graustein, deren Einzugsgebiete leergepumpt werden sollten. Durch den Bau der Dichtwand solle das Grundwasserproblem auf sächsisches Territorium begrenzt werden. Der Tagebau Nochten sei der einzige Lausitzer Tagebau, für den Vattenfall an keiner Stelle eine solche Dichtwand plane.