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| 02:56 Uhr

Umsiedlung nach Klitten-Jasua muss zu den Akten gelegt werden

Boxberg. Neun Familien aus Mühlrose wollten sich in Klitten-Jasua am Bärwalder See ein neues Zuhause schaffen, wenn sie ihre Heimat durch den Tagebau Nochten II aufgeben müssen. Doch dieses Vorhaben muss nun zu den Akten gelegt werden. Regina Weiß

Der Boxberger Rat hat den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Umsiedlungsgruppenstandort Klitten-Jasua einstimmig aufgehoben. Vor zwei Jahren hatte der Startschuss für die Planung bedeutet, dass Boxberg Umsiedler herzlich willkommen heißt. Sie sollten ganz in der Nähe dort bauen, wo Bürger durch den Tagebau Bärwalde einst ihre Heimat verloren hatten. An diesem Willkommen und der Unterstützung der Boxberger für das Anliegen der Mühlroser habe es bis zum Schluss nicht gemangelt. Per Schreiben habe Vattenfall der Gemeinde Boxberg aber nun mitgeteilt, dass der Umsiedlungsstandort am Bärwalder See aufgegeben wird. Eine Genehmigungsfähigkeit des Planes sei aus mehreren Gründen nicht möglich. So wollte die Landesdirektion keine Splittersiedlung. "Die Bebauung lässt sich so nicht umsetzen", muss Gemeinderat Horst Jannack einsehen. Um zusätzliche Konflikte bei der künftigen Bauleitplanung am Klittener Ufer zu vermeiden, konkret geht es laut Bürgermeister Roland Trunsch um die künftige Fußballgolfanlage, müsse man den Beschluss aufheben.