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Umgestürzte Bäume beschäftigten im Landkreis die Feuerwehren

Auch dieser Baum auf der S 126 zwischen Weißwasser und Weißkeißel musste von der Feuerwehr beräumt werden.
Auch dieser Baum auf der S 126 zwischen Weißwasser und Weißkeißel musste von der Feuerwehr beräumt werden. FOTO: Lutz Kittner
Weißwasser. 142 Einsätze hat die Integrierte Rettungsleitstelle Hoyerswerda (IRLS) infolge des Orkans Niklas am Dienstag im Landkreis Görlitz bearbeitet. Mit den Vorfällen im Landkreis Bautzen waren es insgesamt 307 Einsätze. Regina Weiß

Niklas, der von Experten nach Kyrill als schlimmstes Sturmereignis der letzten Jahre bezeichnet wurde, sorgte vor allem für umgestürzte Bäume und heruntergefallene Dachteile.

Die Feuerwehr Weißwasser rückte elf Mal am Dienstag aus, zwei Mal am Mittwoch. So mussten Bäume an der Gutenbergstraße, an der S 126 und an der Kita Waldwichtel entfernt werden. Der größte Einsatz für sie und auch die Feuerwehr Weißkeißel war der an der Boxberger Straße, wo es vom Giebel eines Hauses das Wärmeverbundsystem abgerissen hatte. Ein 14-jähriger Junge wurde durch Teile der Dämmung getroffen und verletzt. Er liegt im Krankenhaus Weißwasser. "Er ist dort in guten Händen und ihm geht es den Umständen entsprechend gut", so Birgit Michel, kaufmännischer Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft (WGW), nach einem Krankenbesuch zur RUNDSCHAU. Zwei Drittel der Dämmung hatte Niklas mitgerissen. Dadurch wurden auch einige in der Straße abgestellte Pkw beschädigt. Das Gelände ist weiterhin abgesperrt, um die Reste abzubauen. Dieses und der Neuaufbau werden die WGW nach ersten Schätzungen rund 35 000 Euro kosten. Hinzu kommen Reparaturen an anderen Dächern. "Diese werden gerade noch begangen. Weitere größere Schäden sind uns derzeit allerdings nicht bekannt", so Birgit Michel.

Kleinere Schäden meldet auch die Wohnungsbaugesellschaft Weißwasser. "Wir mussten den Gehweg Puschkinstraße 12 bis 14 absperren, weil dort Dachziegel runtergekommen sind. Insgesamt gibt es Beschädigungen an drei Objekten", so WBG-Geschäftsführerin Petra Sczesny. Nach der Nacht zum Mittwoch hofft sie nun, dass es Ostern ruhig zugeht, was den Wind betrifft.

Da dieser auch Bäume auf die Bahnstrecken fallen ließ - zum Beispiel zwischen Schleife und Trebendorf - kam es auch bei der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (Odeg) zu Zugausfällen, so auf der Bahnstrecke Cottbus-Görlitz. Ab Mittwochfrüh fuhren die Züge dann wieder, wie eine Sprecherin bekannt gab.

In Rothenburg fiel am Dienstagabend der obere Teil eines Baums auf einen Pkw. An dem 17 Monate alten Fahrzeug entstand erheblicher Schaden, welcher laut Polizei auf rund 10 000 Euro geschätzt wurde.