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| 03:08 Uhr

Umgekippter Bahn-Zaun wird zum Sicherheitsrisiko

Immer mehr Zaunfelder kippen entlang der Forster Straße in Weißwasser um. Sie stehen parallel zur Gleisstrecke.
Immer mehr Zaunfelder kippen entlang der Forster Straße in Weißwasser um. Sie stehen parallel zur Gleisstrecke. FOTO: Rehle/jor1
Weißwasser. In der Forster Straße in Weißwasser fallen die Stahlzaun-Felder entlang der Bahnstrecke ungefähr im Wochen-Takt um. Im Stadtrat wies jüngst Heinz Schreiber auf diesen Umstand hin. dpr

Dabei erinnerte der Linke-Abgeordnete an die auffallend häufigen Gleis-Übertritte gerade in diesem Abschnitt. Ein so maroder Zaun beuge dieser Gefahr nicht gerade vor.

Die Stadt bleibe nicht untätig, versicherte Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) dem Abgeordneten. Im Februar hätten sich Pötzsch und Ordnungsamtsleiterin Ina Köhler den Abschnitt mit einem Bahn-Mitarbeiter angesehen. Damals lagen nur sechs oder sieben Zaunfelder am Boden. Einem ersten Schreiben an die Bahn folgte ein zweites, als im April schon 20 Zaunfelder umgekippt waren. Eine Antwort habe die Stadt bis heute nicht erhalten, doch man bleibe dran.

Auch die RUNDSCHAU bekam am gestrigen Mittwoch auf Nachfrage noch keine Antwort von der Deutschen Bahn AG. Gesetzlich sei die Bahn jedoch auch nicht in der Pflicht, den Zaun wieder aufzustellen und zu befestigen, sagt Ordnungsamtsleiterin Ina Köhler: "Es gibt keine Vorschrift, Gleisanlagen einzuzäunen." Daher könne die Stadt auch weiter keinen Druck ausüben.

Der Zaun sei zu DDR-Zeiten errichtet worden und in dem Abschnitt vermutlich von selbst umgefallen, so Ina Köhler weiter. Kippt ein Feld um, werden die benachbarten gleich mitgerissen. Es gebe keinen Hinweis auf Vandalismus. Für die Stadt wäre die Zaun-Sanierung mit erheblichen Kosten verbunden.

Wie das Ordnungsamt der Stadt beobachtet auch die Bundespolizei in der Forster Straße Höhe Eisenbahnstraße immer wieder Gleisübertritte. Schüler und Lehrlinge, aber auch ältere Passanten, kürzten zwischen dem Berufsschulzentrum auf der einen Seite sowie Förderschule und Gymnasium auf der anderen Seite gern den Weg ab, so Ina Köhler. Die Gleisüberquerer seien sich offenbar nicht der Gefahr bewusst, wie leicht sie von einem Zug erfasst werden können.