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| 16:22 Uhr

Lausitzer Seenland
Das Uhyster Ufer soll weiter aufgewertet werden

 Blick auf das Uhyster Ufer. Viele Badegäste hat es in diesem Jahr an den Strand gezogen. Dort kann man mit Bikini oder ohne baden.
Blick auf das Uhyster Ufer. Viele Badegäste hat es in diesem Jahr an den Strand gezogen. Dort kann man mit Bikini oder ohne baden. FOTO: Peter Radke LMBV) / Peter Radke (LMBV)
Uhyst. Bevor am Bärwalder See gebaut werden kann, geht es um die Planung des Vorhabens. Dabei haben die Boxberger Räte Sorgen, was die Finanzierung und Betreibung betrifft. Von Regina Weiß

Der nächste Sommer kommt bestimmt und auch der übernächste. Soll heißen, der Bärwalder See wird auch in der Zukunft ein Magnet für Badetouristen sein. Vor allem die Tagesgäste aus dem Raum Bautzen und Dresden steuern dabei gern das Uhyster Ufer an, wie an Hochsommertagen der Blick auf die Kennzeichen der parkenden Autos verrät.

Jüngst hatte sich der Gemeinderat Boxberg mit dem Thema „Finanzierungs- und Übernahmevereinbarung zur weiterführenden Planung und Realisierung einer folgenutzungsoptimierten Gestaltung des gekippten Uferbereichs Uhyst, Bärwalder See“ zu befassen. Übersetzt bedeutet das, es geht um die weitere Aufwertung des Uhyster Strandbereichs sowie dessen Anbindung an die Bundestraße 156.

Die Ideen dazu sind bereits 2017 von der Gemeinde Boxberg eingereicht worden. Bereits seit April 2018 ist klar, dass die Investition über Paragraf-4-Mittel (Braunkohlesanierung) zum Großteil abgesichert ist, so Uwe Steinhuber, Pressesprecher der LMBV.

Folgendes ist in dem Bereich geplant: Wegeaufweiten der Zufahrt zum Strandbereich Uhyst und Anbinden an B 156; Weg- und Parkplatzbeleuchtungen; Errichtung eines Sanitärgebäudes nahe des Strandes; Schaffung zweier barrierefreier Zugänge zum Strand; Errichtung und Instandsetzung von Wegen und Zufahrten; Errichten eines Wohnmobilstellplatzes und eines Spielplatzes.

Geplant und gebaut wird das Ganze im Auftrag der LMBV. Folgenutzungsträger wird die Gemeinde Boxberg sein. So wie es beispielsweise schon beim Hafen Klitten gehandhabt wurde. Klar, dass dafür alles in vertraglich trockenen Tüchern sein muss. Für die weiterführende Planung und den Bau beteiligt sich Boxberg mit rund 113 000 Euro. Das sind zehn Prozent der förderfähigen Gesamtkosten. Überschreitungen von mehr als 20 Prozent der geplanten Gesamtkosten bedürfen der Vertragsergänzung. Letzteres sah Denise Noack (die Linke) als Freifahrtsschein. Horst Jannack (die Linke) und Claudius Urban (WV Boxberg) machten sich eher Sorgen wegen der künftigen Betreibung. Jannack argumentierte mit den jüngsten Beispielen aus Krauschwitz und Trebendorf, wo den Kommunen die finanziellen Belastungen auf die Füße fallen. „Egal, wie sehr mir das Projekt gefällt, aber mir fehlt bei der Frage die Pflege, etc. Wir können doch nicht ins Blaue hinein entscheiden“, so Urban.

 Wo noch dieses mobile WC steht, soll künftig eine Sanitäranlage am Strand in Uhyst für bessere Bedingungen sorgen.
Wo noch dieses mobile WC steht, soll künftig eine Sanitäranlage am Strand in Uhyst für bessere Bedingungen sorgen. FOTO: Joachim Rehle
 Wo noch dieses mobile WC steh, soll künftige eine Sanitäranlage am Strand in Uhyst für bessere Bedingungen sorgen.
Wo noch dieses mobile WC steh, soll künftige eine Sanitäranlage am Strand in Uhyst für bessere Bedingungen sorgen. FOTO: Joachim Rehle

Seebeauftragter Roman Krautz hielt dagegen, dass er schon schaue, wie Einnahmen am See zu generieren sind. „Aber wir können nur das verlangen, was der Markt zulässt“, so Krautz. Bei den 14 Wohnmobilstellplätzen, die ufernah geplant sind, könne sich Krautz vorstellen, eine Betreibung auszuschreiben. Dagegen sei das beim Straßenbau schwierig. „Wir können schließlich keine Maut verlangen, das machen wir anderswo auch nicht“, so Krautz weiter. Er machte den Räten noch einmal klar, dass man auch handele, weil der Nutzungsdruck am Uhyster Ufer hoch sei.

Wann es nun tatsächlich mit dem Bauen losgehen kann, steht noch etwas in den Sternen. Die weiteren Planungsleistungen werden nach Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung durch die Gemeinde sowie durch den Zuwendungsgeber Sächsisches Oberbergamt ausgeschrieben. Die Realisierung der Maßnahme ist für 2020/2021 geplant, so Robert Böhnke vom LMBV-Bereich Sanierungsplanung.

 Blick auf das Uhyster Ufer. Viele Badegäste hat es in diesem Jahr an den Strand gezogen. Dort kann man mit Bikini oder ohne baden.
Blick auf das Uhyster Ufer. Viele Badegäste hat es in diesem Jahr an den Strand gezogen. Dort kann man mit Bikini oder ohne baden. FOTO: Peter Radke LMBV) / Peter Radke (LMBV)