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| 14:22 Uhr

Bildung und Natur
Tschiepi war das erste Küken

Gemeinsames Projekt der Kita Storchennest Halbendorf und des Geflügelvereins Schleife. Kita-Leiterin Andrea Scholta freut sich mit  Anna, Janek, Rudi und Karla über das tapsige Küken.
Gemeinsames Projekt der Kita Storchennest Halbendorf und des Geflügelvereins Schleife. Kita-Leiterin Andrea Scholta freut sich mit Anna, Janek, Rudi und Karla über das tapsige Küken. FOTO: Gabi Nitsche
Halbendorf . Der Rassegeflügel- züchterverein Schleife ist regelmäßig in Kitas und Schulen mit einem Schaubrutkasten unterwegs. So wird den Kindern Wissen vermittelt, wie aus einem Ei ein Küken wird. In der Kita Storchennest in Halbendorf sorgte das für große Begeisterung. Von Gabi Nitsche

„Die sind so süß.“ Vorschulkind Anna zeigt auf die Küken, die sich unter der Wärmelampe anscheinend sehr wohl fühlen. „Und das dort ist Tschiepi. Das ist als Erstes auf die Welt gekommen“, hält das Mädchen ihren Zeigefinger auf eins der flauschigen Knäule.

Heute endet in der Kita Storchennest in Halbendorf das gemeinsame Projekt mit dem Rassegeflügelzüchterverein Schleife. Die Mädchen und Jungen konnten in den vergangenen Wochen beobachten, was im Schaubrutkasten passiert ist, wie aus Eiern am Ende quietschfidele Küken schlüpften. Das war gewaltig aufregend für die Mädchen und Jungen. „Der Eiermann hat die Eier durchleuchtet. Die Kinder konnten genau das pulsierende Herz und die kleinen Äderchen sehen“, berichtet Leiterin Andrea Scholta. Im Brutkasten, der die ganze Zeit über im Büro stand, damit niemand Unfug machen kann, war es genau so warm, wie es die Hühner in spe brauchten. Das Gerät funktioniert vollautomatisch, dreht die Eier regelmäßig und hält konstant die nötige Temperatur.

Eine Woche später war der Eiermann wieder in der Kita. Die Eier wurden mit einem Stift gekennzeichnet. „So war dann genau zu beobachten, ob die Eier tatsächlich gedreht wurden. Das war sehr spannend für unsere Kinder“, erzählt die Leiterin.

Tage später sahen sie, dass das Eiklar immer weniger in den Eiern wurde und dass Leben in diesen herrscht. Dann endlich war es soweit. Das erste Küken schlüpfte. „Als es dann unter der Wärmelampe war, hat es einen mächtigen Radau gemacht. Es wollte wohl Gesellschaft“, ist Andrea Scholta überzeugt. Anna lacht. Ja, so wird es wohl gewesen sein. „Deswegen heißt es ja auch Tschiepi.“

Nun ist der Eiermann, seinen richtigen Namen wollen die Kinder gar nicht wissen und er nicht verraten, noch einmal in die Kita gekommen. Die Kleinen sind gespannt wie Flitzebogen. Heute sollen sie doch die kleinen Küken mal so richtig angucken und fühlen dürfen. „Was ist denn aus dem Brutkasten herausgekommen?“, frischt er das Wissen auf. Wie ein Chor antworten die Kinder: „Na Küken.“ Übrig geblieben sind am Ende nur noch die Ei-Schalen.

Und dann kommt endlich der spannende Moment, auf den die Rasselbande so sehr gewartet hat. Er setzt den ersten kleinen Federball auf einen Tisch, an dem die Jüngsten schon große Augen machen. Zaghaft streichelt Johanna das Tier. Die Größeren an den Nachbartischen warten geduldig, bis sie an der Reihe sind. Auf einem Tisch kriecht ein gelbes Küken, auf dem anderen ein braunes. „Das ist der Eizahn, und der wächst den Tieren nur, damit sie sich aus der harten Schale knabbern können“, erklärt der Eiermann. Auf Dustins Hand lässt er das Küken ein bisschen picken. „Das ist ja komisch.“

Anna, Emma und Emilia finden das kleine wuschlige Küken so niedlich.
Anna, Emma und Emilia finden das kleine wuschlige Küken so niedlich. FOTO: Gabi Nitsche
Das ist der Eizahn, mit dem sich das Külken aus dem Ei gepickt hat.
Das ist der Eizahn, mit dem sich das Külken aus dem Ei gepickt hat. FOTO: Gabi Nitsche
Das Projekt „Vom Ei zum Küken“ war erfolgreich.
Das Projekt „Vom Ei zum Küken“ war erfolgreich. FOTO: Gabi Nitsche / Gabi Nitsche