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| 01:37 Uhr

Truppenübungsplatz im Jahr 2011 stärker gefragt

Haide. Mehr als 19 000 Soldaten aus den verschiedensten Ecken Deutschlands haben 2010 ihre militärischen Fähigkeiten auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz (TÜP) vervollkommnet. Das berichtete der Kommandant, Oberstleutnant Lutz Pauketat, beim Neujahrsempfang am gestrigen Mittwoch. Von Gabi Nitsche

Gleich zwei Premieren erlebte dieser Empfang: Nicht nur die Soldaten luden sich Gäste ein, sondern auch die Bundesförster mit Franz Graf von Plettenberg an der Spitze. Und mit dem neu gewählten Torsten Pötzsch (Klartext) folgte zum ersten Mal ein Weißwasseraner Oberbürgermeister persönlich der Einladung des Kommandanten. Pötzsch unterstrich den regionalen Wirtschaftsfaktor TÜP. Er bedeute Lohn und Brot für viele Menschen und Umsatz bei Firmen. “Wir wünschen uns, dass der Standort die Turbulenzen um die Bundeswehr heil übersteht.„ Die Verbundenheit zur Stadt Weißwasser zeige sich im Wappen des Übungsplatzes, auf dem sich das Weißwasseraner Wappen wiederfindet. Er wolle diese Verbundenheit künftig pflegen.

Der Truppenübungsplatz als Wirtschaftskraft - das bestätigte auch Pauketat in seiner Präsentation vor den Gästen, zu denen Landrat Bernd Lange (CDU) sowie weitere Bürgermeister aus den Umlandgemeinden gehörten. Rund 2,4 Millionen Euro sind 2010 in Baumaßnahmen investiert worden. Rund 85 Prozent der Ausgaben blieben im ostsächsischen Raum. Der Übungsplatz gilt als modernster in Deutschland. Die Bundeswehr, aber auch niederländische Einheiten schätzen die Möglichkeiten, die der Platz mit seinen 16 350 Hektar und seiner Ausstattung bietet. Den Beweis lieferte der Kommandant: Die Zahl der angemeldeten Soldaten liegt um knapp 3000 höher als im Vorjahr. Die Niederländer wollen drei Mal hier üben.

“In diesem Jahr wollen wir den Kulissenbau auf den Schießbahnen fortsetzen. Zwei Schießbahnen befinden sich im Bau, und für eine weitere läuft das Genehmigungsverfahren.„ Eine lang geplante Verkehrsübungsfläche steht auch noch aus.

Im August sollen zwei weitere Lehrlinge hier eine Handwerksausbildung erhalten. Damit ist im vergangenen Jahr begonnen worden. Ausgebildet wird beim Servicecenter Oberlausitz, die Außenstelle des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Dresden, auf dem Truppenübungsplatz. In die Rolle des Lehrmeisters ist ein Offizier geschlüpft, der staatlich geprüfter Techniker für Elektrotechnik ist. Ein zivil beschäftigter Elektromeister ist als Geselle tätig.

Im Juli soll es einen Tag der offenen Tür geben, kündigte Pauketat an.