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| 02:58 Uhr

Trunsch: Boxberg unterstützt von Anfang an Umsiedler aus Mühlrose

Boxberg/Mühlrose. Neun Familien aus Mühlrose wollen cht mit nach Schleife umsiedeln, kommt der Tagebau Nochten II. Sie zieht es nach Klitten-Jasua an den Bärwalder See. ni

Dort sind sie auch gern gesehen. Das unterstreicht Bürgermeister Roland Trunsch (Wählervereinigung).

Ginge es nach ihm und dem Gemeinderat von Boxberg, wäre längst alles in Sack und Tüten. Aber die Raumordnungsbehörde des Landes Sachsen machte in der Vergangenheit Späne. Auf einer 2,6 Hektar großen Fläche soll Baurecht geschaffen werden. Doch das Land würde einer Splittersiedlung nicht zustimmen. "Wenn wir eine Verbindung herstellen können zwischen unserem B-Plan-Gebiet und der Ansiedlungsfläche, dann gäbe es keine Splittersiedlung, dann sähe das anders aus, wurde uns vor Monaten in einer großen Runde gesagt", berichtet Trunsch. Er geht davon aus, am heutigen Donnerstag bei der nächsten Gesprächsrunde für Klarheit zu sorgen. "Denn wir haben zwei Investoren, und der vorgesehene Bau einer Fußballgolfanlage ist die direkte Verbindung."

Trunsch könne nur unterstreichen, dass seine Gemeinde zu keiner Zeit ad acta gelegt habe, die Mühlroser zu unterstützen, damit ihr Wunsch, sich in Klitten-Jasua anzusiedeln, von Erfolg gekrönt ist. Für den Boxberger Gemeindechef steht fest: "Die Landesregierung hat sich zur Braunkohle bekannt. Die Umsiedlung soll sozialverträglich erfolgen. Da muss es doch möglich sein, eine politische Entscheidung im Interesse der betroffenen Menschen zu treffen."

Roland Trunsch begrüßt es, dass die neun Familien aus Mühlrose an der heutigen Beratung in Boxberg zur Problematik teilnehmen. Ebenfalls am Tisch sitzen Vertreter der Landesbehörden und von Vattenfall. Kommen sollen zudem der mit der Planung des Ansiedlungsstandortes beauftragte Ansgar Kaup und Mühlroses Kommunalberater Thomas Jansen.

Inwieweit das Vorhaben noch "tierisch" gestört werden kann, ist ungewiss. Böse Erinnerungen an den erst 2012 nach langem Gezerre aus Klitten-Jasua umgesiedelten Brachpieper werden wach. Trunsch: "Es geht schon wieder los. Das Landratsamt fordert von uns, Getier und Vögel ein Jahr lang zu zählen." Der Boxberger mag gar nicht daran denken, dass das ähnliche Konsequenzen für die Genehmigung des Bebauungsplanes für das Ansiedlungsgebiet haben kann, wie für das bereits genehmigte Gebiet Klitten-Jasua an sich.