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| 06:51 Uhr

Besuch im Juni geplant
Trumps radikaler Einflüsterer Bannon wirft ein Auge auf Ostsachsen

 Steve Bannon, ehemaliger Berater des US-Präsidenten und US-amerikanischer Publizist
Steve Bannon, ehemaliger Berater des US-Präsidenten und US-amerikanischer Publizist FOTO: dpa / Kay Nietfeld
Berlin. Er hat Donald Trump zum Sieg in den USA verholfen, wurde dann aber selbst dem US-Präsidenten zu radikal. Nun interessiert sich Steve Bannon für die Lausitz.

Steve Bannon, der frühere Wahlkampf-Stratege von US-Präsident Donald Trump, hat ein neues Spielfeld für seine politischen Aktivitäten entdeckt: Deutschlands Osten. Wie Bannon der Deutschen Presse-Agentur berichtete, traf er sich Anfang der Woche in Berlin mit dem sächsischen AfD-Bundestagsabgeordneten Tino Chrupalla zu einem Meinungsaustausch. Der Malermeister aus Sachsen hatte bei der Bundestagswahl 2017 den Wahlkreis Görlitz gewonnen - gegen den damaligen CDU-Generalsekretär und heutigen sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer.

Fünf Stunden lang habe er sich mit Chrupalla unterhalten, mit Hilfe eines Übersetzers, erzählte Bannon. „Ich fand ihn charismatisch, sehr beeindruckend.“

Chrupalla selbst nannte das Gespräch mit dem ehemaligen Berater des US-Präsidenten „sehr aufschlussreich und interessant“. Er sagte, Bannon habe ihn kontaktiert. Er habe sich „sehr für Sachsen interessiert“ und ihm viele Fragen zu Gehältern, Abgaben und zu den Unterschieden zwischen Ost- und Westdeutschland gestellt.

Bannon, der bereits verschiedenen rechtspopulistischen Parteien in Europa Ratschläge gegeben hat, sagte, er wolle Chrupalla im Juni in dessen Wahlkreis besuchen, „um mehr über die Situation deutscher Arbeiter und mehr über den Osten zu erfahren“.

Was will Bannon? Eine kurze Begegnung in Berlin.

(dpa/bob)