Thalheim hatte sich viel vorgenommen, da das Team den Hinrundenkampf am Grünen Tisch noch verlor. Die treuen Zuschauer bekamen an diesem Abend ausgeglichene Kämpfe zu sehen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, da jedes Team mit einem Sieg an der Tabellenspitze dranbleiben wollte. Am Ende siegte die erfahrenere Mannschaft aus dem Erzgebirge. Auf beiden Seiten wurden jeweils fünf Siege verbucht. Die Gäste konnten jedoch aus ihren Niederlagen mehr Rundengewinne mit in die Mannschaftswertung nehmen.
55 kg: GR Michael Cyl startete erstmals bei den Männern. Seine Aufgabe war nicht leicht, aber er versuchte alles, um seine Haut so teuer wie möglich zu verkaufen. Sicher musste er, wie so viele junge Akteure, in den letzten Monaten Lehrgeld zahlen. Sein Gegner, physisch überlegen, machte es dem Turnerheim Ringer sehr schwer. Nach der deutlichen ersten Rundenniederlage musste er in Runde zwei die Schulterniederlage akzeptieren.
120 kg: FR Christof Petrick. Diesmal aus taktischen Gründen eine Gewichtsklasse höher an den Start gehend, machte er seine Sache gegen einen altinternationalen Akteur sehr gut. Er beschäftigte ihn über alle drei Runden so intensiv, dass sein Kontrahent nur über Konteraktionen zu den entscheidenden Wertungspunkten in den einzelnen Runden kam. Christof unterlag in den Runden jeweils nur knapp mit 0:1 Punkten und hatte damit seine gestellte Aufgabe für die Mannschaft erfüllt.
60 kg: FR Morris Schreiber. Er wurde kampfloser Sieger, da Thalheim diese Gewichtsklasse nicht besetzte.
96 kg: GR Manuel Schreiber. Nach dem Abtasten in der ersten Runde, die er auch mit 1:0 nach Punkten gewann, steigerte er sich in den nachfolgenden Runden deutlich und gewann sie durch technische Überlegenheit.
66 kg: GR Matthias Mückisch. Er hatte einen bekannten Gegner. Nach gutem Start in der ersten Runde, die er auch gewann, kam er dann von seinem Kampfstil ab. Vor allem in den Runden drei und vier hätte er bei mehr Aggressivität den Kampf drehen können. So unterlag er nach vier Runden 1:3.

84 kg: FR Mario Stanke hatte es besonders spannend gemacht. Seine Auseinandersetzung ging über fünf Runden, bei taktisch kluger Kampfeinteilung. Aber wie es im Sport nun mal so ist, kann ein kleiner Fehler den angestrebten Erfolg teilweise zunichte machen. Nach dem ersten Rundengewinn, gab er Runde zwei ab. In Runde drei lag er nach Wertungspunkten vorn, aber mit dem Pausenpfiff glich sein Kontrahent noch aus und gewann die Runde. Mario musste in Runde vier alles riskieren, um den Ausgleich zu erkämpfen. Was ihm auch gelang. In Runde fünf setzte er nach und gewann.
66 kg FR Tobias Haude überraschte zur Freude aller Fans in der Halle seinen Gegner zu Beginn des Kampfes. Dennoch hat er es nicht geschafft, die für den Gegner gefährliche Situation mit einen Erfolg zu krönen. Der Thalheimer Ringer konterte im Verlauf der ersten Runde Tobias öfter aus und gewann. In Runde zwei kam Tobias Haude in eine gefährliche Lage, sein Kontrahent nutzte diese Situation eiskalt aus und gewann auf Schulter.
74 kg: GR Kay Bollfraß war der vorletzte Kämpfer, der auf die Matte musste. Kay hatte einen sehr erfahrenen Kämpfer als Gegner. Alle Runden gingen in die Verlängerung. Nach dem ersten Rundengewinn für den Grün-Weißen kam es in Runde zwei zu einer harten Auseinandersetzung. Die Runde gewann der Kontrahent aus Thalheim. Somit war auch klar, dass Weißwasser kein Unentschieden mehr erkämpfen konnte. Dennoch hatte Kay alles gegeben. Er gewann die Runden drei und vier.
74 kg: FR Steffen Nagorka ging von Anfang an wie gewohnt aggressiv in die Auseinandersetzung und zeigte dem Gegner, wer der Hausherr ist. Runde eins gewann Steffen zwar knapp 1:0, in den nachfolgenden Runden zwei und drei hatte der Ringer aus dem Erzgebirge allerdings nichts mehr hinzuzusetzen.