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| 18:22 Uhr

Brauchtum
Trophäenschau zeigt Jäger-Stolz

Gerd Krause hat bei der Trophäenschau in Weißkeißel eine Goldmedaille erreicht für das Geweih rechts.
Gerd Krause hat bei der Trophäenschau in Weißkeißel eine Goldmedaille erreicht für das Geweih rechts. FOTO: Gabi Nitsche
Weißkeißel. Gerd Krause freut sich über 222 Punkte und Gold für seinen kapitalen Rothirsch. Von Gabi Nitsche

Gerd Krause (65) geht als Sieger aus der diesjährigen Trophäenschau des Hegerings Neudorf hervor. Der Bundesförster a.D., der bis Anfang 2017 beim Bundesforstbetrieb Lausitz tätig war, ist stolz auf dieses Ergebnis und vor allem auf den Hirsch, einen ungeraden Zwanzigender, der ihm immerhin 222 Punkte in der Bewertung und somit eine Goldmedaille bescherte. Die gibt es ab 210 Punkten.  „Den Hirsch hab‘ ich am 23. September 2016 geschossen im Revier Skerbersdorf“, erzählt der Bad Muskauer. Er kann sich noch an die Zeit erinnern, „es war gegen 18.30 Uhr“.  

Bei der Trophäenschau am Samstag und Sonntag im Dorfgemeinschaftshaus in Weißkeißel zog sein Jagderfolg die Blicke vieler interessierter Besucher auf sich, und Förster Krause stand gern Rede und Antwort. Das trifft auch auf den zweiten Goldmedaillen-Gewinner Chris Heyter zu. Der Arzt, der Chefarzt der Chirurgie im Krankenhaus Weißwasser ist, erlegte „seinen“ kapitalen Hirsch am 17. August 2016, erzählt Matthias Kruner.

Revierförster Matthias Kruner aus Weißkeißel ist in seiner Freizeit leidenschaftlicher Jäger und leitet den Hegering. „Wir zeigen die Trophäen der letzten drei Jahre.“ Kruner spricht von 40 Rothirschen.

Am Tag vor der Schau hatten er und seine Mitstreiter viel, viel Arbeit. Denn: „Vor so einer Schau müssen sämtliche Trophäen bewertet werden. Und dafür gibt es genaue und vor allem internationale Kriterien, was wie zu bepunkten ist. Dazu gehört nicht nur das Gewicht, sondern jedes einzelne Teil des Geweihs. Da passiert nichts willkürlich. Ohne Messband geht gar nichts, so der Jäger. „Wir haben bis nach Mitternacht gebraucht – gemessen und gerechnet, bis das Ergebnis feststand“, berichtet Kruner. Sein Urteil: „Wir haben mit zwei goldenen, drei silbernen und fünf bronzenen Medaillen ein beachtliches Ergebnis erreicht.“ Das Geweih von Gerd Krauses Hirsch wiegt 8,3 Kilogramm, berichtet er, und das von Chris Heyters Tier gut zehn Kilo. „Beide Tiere hatten das Alter von zehn Jahren schon überschritten. Unterm Strich ist das ein super Ergebnis in der Muskauer Heide“, so das Fachurteil von Gerd Krause.

Der Hegering gilt als der kleinste Interessenverbund der Jägerschaft, erklärt Matthias Kruner. Den Neudorfer Hegering gibt es jetzt seit 15 Jahren. Benannt ist er nach einer Ortschaft, die für den jetzigen Truppenübungsplatz Oberlausitz 1986 aufgegeben werden musste. Die Mitglieder sind Jagdpächter von fünf Jagdrevieren zwischen Klein Priebus und Weißkeißel.