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| 17:29 Uhr

Trinkwasser
Trinkwasserpreise bleiben bis 2021 stabil

Weißwasser. Der bisherige Arbeitspreis von 1,48 Euro pro Kubikmeter bliebt bestehen. Der Weißwasseraner Rat stimmt dem Liefervertrag zu. Von Christian Köhler

Ein hartes Stück Arbeit liegt hinter der Stadtverwaltung, den Stadtwerken Weißwasser GmbH (SWW) sowie dem Wasserzweckverband „Mittlere Neiße-Schöps“ (WZV). Denn die Trinkwasserpreiskalkulation für die Jahre 2019 bis 2021 ist in Sack und Tüten. Für die Verbraucher heißt das: Der Trinkwasserpreis für den Kubikmeter bleibt wie in den Vorjahren bei 1,48 Euro. Auch der Weißwasseraner Stadtrat hat dies einstimmig befürwortet. „Im Ergebnis der Vertragsprüfung wurde eine Nachtrags- und Auslegungsvereinbarung erarbeitet und soll ergänzend zum Vertrag geschlossen werden“, informiert Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext).

Die Kalkulation für die knapp 35 000 Abnehmer rings um Weißwasser im WZV-Gebiet musste turnusmäßig alle drei Jahre neu errechnet werden. „Das war schon eine Mammutaufgabe für uns“, gibt SWW-Geschäftsführerin Katrin Bartsch zu verstehen – gerade mit Blick auf die zukünftigen Herausforderungen in Sachen Trinkwasserbeschaffung. „Wir gehen davon aus, dass wir 2020 mit dem Bau der Wasserfassung am Bärwalder See und der damit verbundenen Erweiterung des Wasserwerkes in Boxberg beginnen“, erklärt die SWW-Chefin während der jüngsten Ratssitzung. 2021 soll dann das Trinkwasser aus dem Uferfiltrat des Bärwalder Sees kommen. Von den etwa elf Millionen Kubikmetern, die der See jährlich ins Grundwasser abgibt, wolle man etwa zwei Millionen für die Versorgung des Altkreises Weißwasser nutzen.

Bislang kommt das Gros des Nasses aus Schwarze Pumpe. Der Liefervertrag zwischen dem WZV und dem Bergbaubetreiber Leag allerdings läuft nach bisherigem Stand 2021 aus. Der Bergbaukonzern nimmt das Werk außer Betrieb. Als Ersatz soll nun der Bärwalder See herhalten. Etwa sieben Millionen Euro werden die nötigen Brunnen sowie der Umbau des Wasserwerkes kosten. Entsprechende Untersuchungen wurden bereits gemacht, „und die Variante Sdier-Boxberg ist vom Tisch“, so Torsten Pötzsch. Während der Bauphase am See werde nochmals das Wasser komplett aus Schwarze Pumpe bezogen, erläutert SWW-Geschäftsführer Stefan Przymosinski. Die Anfang 2018 in Betrieb genommen Leitung zwischen Boxberg und Weißwasser wird dann Wasser aus Weißwasser nach Boxberg bringen. Derzeit ist es umgekehrt, 800 Kubikmeter fließen gegenwärtig in die Glasmacherstadt.

Inzwischen liege auch die Nachkalkulation der Trinkwasserkosten für die Jahre 2015 bis 2018 vor. Dort hatte sich eine kleinere Unterdeckung von knapp 10 000 Euro gebildet. „Die Abweichung ist also überschaubar“, so die SWW-Chefin. Auch mit den notwendigen Investitionen in die Versorgungssicherheit der Region sollen – so der politische Wille – die Trinkwasserpreise nicht mehr als fünf Cent pro Kubikmeter steigen. Ob das zu halten ist, wird die Zukunft zeigen. Die Verantwortlichen sind jedenfalls optimistisch. „In Dresden sagt man schon jetzt, wir sind zu billig“, deutet Torsten Pötzsch an.