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| 16:15 Uhr

Wettkampf
Trebendorfer sind Feuer und Flamme für den Löschangriff

Zu den erfahrenen und erfolgreichen Mannschaften im Feuerwehrsport gehören seit Jahren die Oldies aus Trebendorf.
Zu den erfahrenen und erfolgreichen Mannschaften im Feuerwehrsport gehören seit Jahren die Oldies aus Trebendorf. FOTO: Gabi Nitsche
Trebendorf. Samstag wetteifern Teams aus Sachsen und Brandenburg im Feuerwehrsport. Von Gabi Nitsche

 Seit sage und schreibe 30 Jahren haben sich die Trebendorfer dem Feuerwehrsport verschrieben. „Ich bin dieser Tage durch einen Zufall darauf gestoßen, dass wir ein Jubiläum haben“, sagt Gemeindewehrleiter Bernd Kowalick, der bis vor wenigen Monaten über Jahrzehnte die Trebendorfer freiwillige Feuerwehr leitete. Er erinnert sich noch zu gut, dass es damals vor allem die Kameraden aus den Nachbardörfern Mulkwitz und Rohne waren, die im sportlichen Löschangriff oft vordere Plätze einnahmen. „Uns junge Stifte hat das nicht interessiert.“ Noch nicht. Denn bei den Kreismeisterschaften des Kreises Weißwasser 1988, die in Skerbersdorf ausgetragen wurden, leckten die Trebendorfer Blut.

 Die entdeckte Freude am Feuerwehrsport verbindet Bernd Kowalick im Rückblick mit dem Namen Jörg Honko. „Er hatte bei uns die Jugendwehr übernommen und uns wettkampfmäßig fit gemacht.“ Honko war Berufsfeuerwehrmann in Schwerze Pumpe und top, sagt Kowalick. „Er hat uns so einige Sachen beigebracht. Ich denke sehr gern an ihn und habe auch seine erwachsenen Kinder für Samstag eingeladen.“ Am Samstag, wenn die Trebendorfer Ausrichter des 15. Oberlausitz-Pokallaufs und des 17. Oldie-Cups sind, wollen sie auch an die Anfänge erinnern. „Wir haben alle Teilnehmer von den damaligen Kreismeisterschaften eingeladen und sind gespannt, wer alles kommt“, so Bernd Kowalick.

Trebendorf ohne Feuerwehrsport – das ist nicht wirklich vorstellbar. Die Kameraden sind im wahrsten Sinne des Wortes Feuer und Flamme dafür. Und das von jung bis jung geblieben. Auch wenn es bei ihnen immer wieder betont wird, es ist alles nur just for fun, wird ihnen das schwerlich abgenommen. Es geht schon um erfolgreiche Starts. „Dafür wird ja auch intensiv und regelmäßig trainiert, vor allem bei den Jungzz.“ Dafür sorge sein Sohn Stefan. Denn Vater Bernd hat den Virus an diesen, den großen, und den „kleinen“ Sohn Heiko weitergegeben, da waren beide noch Steppkes. Heute sorgen sie mit dem Team dafür, dass die Zahl der Pokale immer noch größer wird. Über 300 Pokale – kleine und große, aus Glas oder Edelmetall – stehen längst nicht mehr nur in den Vitrinen im Gerätehaus, sondern auch auf Schränken. „Die alle zu putzen, ist eine heiden Arbeit. Aber die Mädels machen das super“, lobt der Trebendorfer.

Übrigens sind die Trebendorfer im Landkreis Görlitz die einzigen, die als aktive Truppe von vor drei Jahrzehnten übriggeblieben sind. Viele neue Sportler sind in den Jahren hinzugekommen, „das Verhältnis untereinander ist einfach super“, schwärmt Kowalick. Hervorhebenswert sei auch, wie man sich gegenseitig hilft, wenn in einem Team Leute fehlen. „Bei uns machen das zum Beispiel Tom Wartenberg aus Nochten und Marco Rühlemann aus Groß Düben, die dann bei uns mitlaufen. Große Klasse ist das.“

Wie viele Mannschaften am Samstag in Trebendorf am Start sind, steht noch nicht fest. Denn einige melden sich vorher an, andere nicht, sie sind dann einfach da. Auf alle Fälle rechnet Kowalick mit starken Teams aus dem Sächsischen und Brandenburgischen. Gefightet wird in den Disziplinen Löschangriff und 100 Meter Hindernisbahn. Die Gastgeber treten mit je einem Team Männer, Frauen und Oldies an. „Darauf bin ich sehr stolz. Denn einfacher wird das auch bei uns nicht. Wir werden alle älter.“ Kowalick berichtet, dass sein Oldie-Team gestärkt werde von den eigenen Söhnen, um personelle Ausfälle auszugleichen. „Das wird schon komisch ...“

Die Feuerwehr-Wettkämpfe beginnen am Samstag um 13 Uhr auf dem Trebendorfer Sportplatz. Zuschauer sind herzlich willkommen.