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Trebendorfer räumen in Trebendorf ab

Zu den erfahrenen und erfolgreichen Mannschaften im Feuerwehrsport gehören seit Jahren die Oldies aus dem sächsischen Trebendorf. Diesmal ging es nicht um den bekannten Oldicup, sondern um einen offenen Wettkampf.
Zu den erfahrenen und erfolgreichen Mannschaften im Feuerwehrsport gehören seit Jahren die Oldies aus dem sächsischen Trebendorf. Diesmal ging es nicht um den bekannten Oldicup, sondern um einen offenen Wettkampf. FOTO: Gabi Nitsche
Trebendorf. Viel Spaß und treue Kameradschaft haben die Feuerwehr-Wettkämpfe am Samstag in Trebendorf geprägt. Teams unterstützten sich gegenseitig, wenn das Personal nicht ausreichte. Gabi Nitsche

Die sächsischen Trebendorfer haben als Gastgeber für den vierten Wertungslauf um den Oberlausitz-Pokal im Feuerwehrsport am Samstag viel Lob geerntet. Die Frauen und Männer hätten gern ihren Heimvorteil und ihre absolute Klasse, wie vor einigen Wochen in Nochten, mit Medaillenrängen belohnt gesehen. Doch die brandenburgischen Trebendorfer waren top drauf und freuten sich am Ende des Tages über den Sieg ihrer Männer und Frauen. Auf dem Sportplatz ging es keineswegs bierernst zu, sondern die Sportler waren mit viel Spaß bei der Sache. Und auffallend war, dass man sich gegenseitig personell unterstützte, damit überhaupt bei einigen die entsprechende Mannschaftsstärke zustande kam. Für Gemeindewehrleiter Bernd Kowalick Anlass für ein dickes Dankeschön an die Teilnehmer. Er selbst hätte am liebsten in die Tischkante gebissen, denn der erprobte und leidenschaftliche Feuerwehrsportler hatte sich am Morgen verletzt. Nun war er zum Zugucken verdonnert, als seine Oldies starteten. Als diese dann den ersten Lauf gegen Halbendorf verloren, oje. "So ist das im Sport", lachte er schon Sekunden später drüber. Der zweite Lauf lief dann "normal".

Beim Löschangriff waren sechs Männer- und vier Frauenmannschaften am Start. Hier die Plazierung: 1.Trebendorf/Brandenburg; 2. Lauba; 3. Herwigsdorf; 4. Dürrhennersdorf; 5. Trebendorfer Jungzz/Sachsen; 6. Groß Düben. Die Frauen: 1. Trebendorf/B.; 2. Trebendorf Mädelzz/S.; 3. Groß Düben; 4. Schleefer Löschbunnys.

Bei den Oldies herrscht gegenwärtig allgemeine Flaute auf dem "Personalmarkt". Aus diesem Grunde wurde entschieden, den Wettstreit um den Oldiecup als freien zu veranstalten. Das bedeutet, dass auch Jüngere starten dürfen. Die Disziplin Löschangriff muss genauso absolviert werden. Den Unterschied machen die Pumpen aus, oder wie Bernd Kowalick es nannte "die Schätzchen" der Wehren: TS 8 aus DDR-Zeiten, die Jahrzehnte auf dem Buckel haben, aber absolut gehegt und gepflegt werden. Am Samstag liefen die Zweitakter wie am Schnürchen. Und nun konnten auch die Trebendorfer Jungzz zeigen, dass sie's können. Der Sieg ging an die Gastgeber. Auf Platz 2 das Mixed-Team LaubHennersdorf - man muss sich personalmäßig nur zu helfen wissen. Die Oldies aus Trebendorf, die sich für einen Moment grün und blau ärgerten, als sie den ersten Lauf gegen Halbendorf vergeigten, erliefen sich Bronze, gefolgt von Weißkeißel und Halbendorf.

Ein echter Hingucker waren die 100-m-Hindernisläufe, die eine gehörige Portion Geschicklichkeit gepaart mit Schnelligkeit fordern. Marco Rühlemann (Groß Düben) packte das Samstag am besten. Arnold Kahl von Dürrhennersdorf folgte auf Platz 2, Tom Wartenberg aus Nochten auf Platz 3 und Manuel Noack aus Groß Düben auf Platz 4. Hochachtung verdienten sich die beiden Frauen am Start: Melanie Große aus Lauba und Carolin Hellriegel vom Gastgeber. "Für sie ist es der erste Wettkampf. Hut ab", zollte Kowalick ihr Lob.