ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:55 Uhr

Aufgeschnappt
Trebendorfer Fenstersturz und ein umgezogener Biber

Weißwasser. Was die RUNDSCHAU-Reporter in dieser Woche noch so erlebt haben.

Damit jeder weiß, wo Köbeln und Berg anfangen, stehen dort schon ein ganzes Weilchen touristische Ortstafeln. Das am Weinbergweg für den Ortsteil Berg ist allerdings schon wieder weggefunden worden, wie Bad Muskaus Bürgermeister Andreas Bänder (CDU) jüngst im Stadtrat berichten musste. „Ich weiß nicht, wie viele ich noch bestellen muss, bis jeder Bergsche eins in der Garage hängen hat“, schob er gleich noch hinterher.

Der Biber, der in Gablenz schon für Schaden gesorgt hat, ist umgezogen. Und das in die Kur-, Park-, Grenz-, Hortensien- und Europastadt Bad Muskau. Er hat sich an der Räderschnitza niedergelassen und mit seinen Stauwerken für einen kleinen See gesorgt. Geplant war, mit dem Biberbeauftragten des Landkreises Kontakt aufzunehmen, um zu abzusprechen, was zu tun ist.

Rallyefahren ganz ohne Training. Dass muss man auch erstmal hinkriegen. Dem Team Matthias Kahle und Christian Doerr ging es so bei seinem Start jüngst in Boxberg. „Man ist das Auto schnell“, so ­Doerrs­ Kommentar nach den ersten Runden im Rallyefahrzeug. Ist halt was anderes, als nach StVO.

Beim Start der 21. Lausitz-Rallye gab Cheforganisator Wolfgang Rasper den Teams auf der Rampe nette Worte mit auf den Weg. Natürlich auch bei den Lokalmatadoren Matthias Kahle und Christian Doerr. „Ich habe gesagt, der alte Mann soll sich anstrengen“, so Rasper schmunzelnd.

Bei der Gemeinderatssitzung in Trebendorf bekam Kommunalberater Klaus Hardraht einen Hustenanfall. Erst das Lutschen eines Bonbons half. Als ihm später von Trebendorfs Bürgermeister Waldemar Locke (CDU) gute Besserung gewünscht wurde, da sagte der Innenminister a.D.: „Ein ehemaliger Beamter wird nicht krank.“

Anders als bei der Ratssitzung in Mühlrose hatte Bürgermeister Waldemar Locke (CDU) in Trebendorf keine Personen im Rücken sitzen. „Hier ist dafür der Fluchtweg möglich“, spielte er auf die großen Fenster im Vereinshaus an. „Das wäre dann der Trebendorfer Fenstersturz“, sagte er weiter.

Dass sich in Weißwasser mit der Reichsprogromnacht die Historiker nicht intensiv beschäftigt haben, das ärgert noch heute Werner Schubert. Der Hobbyhistoriker hat in seinem Buch: „Beiträge zur Geschichte der Juden in Weißwasser“ einen Überblick über die Bevölkerungsgruppe geliefert. „Mich freut es, dass das Thema wieder in die Öffentlichkeit kommt“, sagt er. Was aber aus dem Grab von Dr. Hermann Altmann wird, könne er nicht sagen. Altmann ist auf dem jüdischen Friedhof in Görlitz beigesetzt. „Allerdings kümmert sich dort niemand um das Grab“, erklärt Historiker Schubert. Er selbst sei aufgrund seines Alters dazu nicht mehr in der Lage.

Ob ein Elektrozaun am Sportplatz in Rietschen langfristig das Problem löst, dass Wildschweine auf das Trainings- und Spielareal von Stahl Rietschen gelangen, darüber gibt es geteilt Meinungen. Gemeinderatsmitglied Gerd Wenzel (Freie Wähler), der auch als Jäger unterwegs ist, legt sich da schon einmal fest: „Ein Elektrozaun hilft erstmal, aber Blei hilft noch länger.“

Wenn man mit dem Auto vom Rietschener Ortsteil Daubitz in Richtung Walddorf fährt, erkennt der Autofahrer am Ortsausgangsschild Daubitz nicht, wie der nächste Ort heißt. „Es wäre doch schön, wenn darunter ein Pfeil angebracht wird und Walddorf in 1,6 Kilometern draufgeschrieben wird“, mahnt Gemeinderat Tilmann Havenstein (CDU) jüngst die Gemeindeverwaltung. Bürgermeister Ralf Brehmer (parteilos) nahm den Hinweis auf, gab aber zu bedenken: „Man kann keine Kilometerangaben mit Komma auf das Schild schreiben“, erklärt er, „das ist in Sachsen nicht vorgesehen.“ Tilmann Havenstein hat damit kein Problem: „Man sagt ja, dass es in Richtung Walddorf meistens kürzer ist als der Weg zurück.“

Die Polizei warnt erneut vor Trickbetrügern, die sich am Telefon als Polizisten oder Kriminalbeamte ausgeben und nach Bargeld, Schmuck oder Wertsachen fragen. Angerufen werden zumeist ältere oder allein lebende Menschen. Trotz Hinweisen, die bereits über Jahre gegeben werden, hatte eine Bankangestellte in Görlitz einer betagten Dame ausgeredet, die 15 000 Euro nicht abzuheben.  (rw/ckx)

(rw/ckx)