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| 02:49 Uhr

Trebendorfer fahren doppelt so viele Einsätze

Die Ehrenvitrine reicht nicht mehr für die vielen Pokale.
Die Ehrenvitrine reicht nicht mehr für die vielen Pokale. FOTO: trt1
Trebendorf. Ein extrem arbeitsreiches Jahr liegt hinter den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Trebendorf. Insgesamt 24 Einsätze mit 529 Einsatzstunden mussten sie 2015 bestreiten. Torsten Richter-Zippack/trt1

Etwa doppelt so viele wie 2014. "Wir waren vor allem auf regionaler Ebene gefragt", erklärt Wehrleiter Bernd Kowalick. Verantwortlich zeichne sich dafür die neue Alarm- und Ausrückeordnung. Der mit Abstand größte Einsatz war der Brand auf der Reinert Ranch zu Himmelfahrt. Darüber hinaus wurden die Kameraden zu Wahlbränden, Unfällen sowie zu technischen Hilfeleistungen alarmiert. In fünf Fällen hätten Brandmeldeanlagen jeweils Alarm ausgelöst, ohne dass ein Notfall dahinter stand.

Derzeit umfasse die Trebendorfer Feuerwehr, die im vergangenen Jahr die 80. Wiederkehr ihrer Gründung beging, 44 Kameraden, davon 33 aktive. Hinzu kämen zwölf Kinder und Jugendliche. Ein Mädchen werde dieses Jahr ihre zweijährige Probezeit in der Erwachsenenwehr beginnen, kündigt Bernd Kowalick an. Ältester Kamerad ist Rudi Marusch, der mit seinen 86 Jahren noch immer bei jedem Dienst dabei ist. Während der jüngsten Versammlung wurde Feuerwehrmann Maik Hehr für sein mittlerweile zehnjähriges Engagement in der örtlichen Feuerwehr geehrt.

Eine große Bedeutung kommt in Trebendorf schon immer dem Feuerwehrsport zu. Inzwischen, so sagt der Wehrleiter, reiche die große Ehrenvitrine im Gerätehaus gar nicht mehr für die vielen Pokale aus. Eine neue müsse her. Allerdings sei, so sieht es jedenfalls Bernd Kowalick, das Jahr 2015 nicht ganz so erfolgreich gewesen. Zu Buche stünden "lediglich" vier bis fünf erste Plätze bei 15 bis 20 Wettkämpfen. Besonders ärgere ihn, dass sein Team beim Vattenfall-Pokalkampf, an dem 68 Teams teilnahmen, am Ende nur Zwanzigster wurde. "Wir haben höhere Ansprüche", gibt Kowalick die Marschrichtung vor. Schließlich hatte es schon Jahre mit Platzierungen unter den besten Drei gegeben.

2016 ist Trebendorf Gastgeber für drei größere Ausscheide. Dazu zähle der Trebendorf-Cup am letzten Maiwochenende. Für den 6. August sei die 15. Auflage des Oldie- sowie Oberlausitz-Pokals geplant. Und Mitte September steige der Pokallauf im Schleifschen Kirchspiel.

Personell und technisch sei die Trebendorfer Feuerwehr sehr gut aufgestellt. Erst im Jahr 2014 hatten die Kameraden einen neuen Mannschaftstransportwagen erhalten. Derzeit bräuchten die Floriansjünger allerdings einen Stellplatz für ihr Schlauchboot. Das sei mittlerweile abgemeldet worden, da man nicht wisse, wo es stationiert werden könnte. Ob es dieses Jahr klappt, weiß Bernd Kowalick indes nicht. Schließlich präsentiere sich der Gemeindehaushalt aufgrund der fehlenden Vattenfall-Gewerbesteuern eher bescheiden.

Dennoch wolle die Feuerwehr auch weiterhin die treibende Kraft bei verschiedensten Veranstaltungen im 900-Einwohner-Ort bleiben. Egal, ob Zampern, Hexenbrennen oder Verkehrsteilnehmerschulungen: alles Sache der Feuerwehr. Darüber hinaus werde an heißen Sommertagen öfter mal geholfen, das öffentliche Grün zu bewässern.

Nach der 80-Jahr-Feier stehe in den kommenden Monaten kein Jubiläum ins Haus. Dafür allerdings Anfang 2017. Dann ist Bernd Kowalick seit genau 30 Jahren Wehrleiter. Sein Kommentar dazu: "Wird Zeit, dann langsam mal an Rückzug zu denken."