Der Rat folgte dem Vorschlag von Bürgermeister Peter Mäkelburg und will nun mit Siegfried de Witt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, zusammenarbeiten. Das ist jene Kanzlei, die bereits die Interessen der Gemeinde Schleife sowie zahlreicher Einwohner, auch von Trebendorf, gegenüber Vattenfall vertritt.
Ratsmitglied Wolfgang Zech sagte dazu: „Ich habe angenommen, dass es günstiger sei, wenn die Gemeinden unterschiedliche Anwälte beauftragen. Doch meine Erwartungen wurden überhaupt nicht erfüllt. Der von der Kanzlei eingesetzte Anwalt hat sich nicht so, wie wir uns das erhofft haben, um uns gekümmert.“ Rosemarie Noack, Ortschaftsratsvorsitzende aus Mühlrose, unterstrich das. Es sei vermutlich besser, wenn ein Anwalt für die gesamte Verwaltungsgemeinschaft zum Einsatz kommt, so ihre Meinung.
Beiden Gemeinden geht es darum, dass nicht nur die Interessen der unmittelbar betroffenen Familien, also der Umsiedler, Beachtung finden. Es geht darum, so Mäkelburg, dass auch die, die am Tagebaurand wohnen bleiben, zu ihrem Recht kommen. Vattenfall lehne es ab, hieß es weiter, die Kosten dafür zu übernehmen. Doch ohne Anwalt machen sich sowohl Trebendorf als auch Schleife wenig Hoffnung, ihre Forderungen durchzusetzen. Deshalb wird jetzt die Landesregierung um Hilfe gebeten, was die Finanzierung des Anwaltes angeht.
Die Bürgermeister vertrauten sich Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk, Umweltminister Stanislaw Tillich und Innenminister Thomas de Maiziere an.