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Trebendorf spricht sich gegen Stützpunktfeuerwehr aus

Das Ehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbandes erhielt Kurt Honko, der seit 60 Jahren der Feuerwehr die Treue hält. Foto: Gabi Nitsche
Das Ehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbandes erhielt Kurt Honko, der seit 60 Jahren der Feuerwehr die Treue hält. Foto: Gabi Nitsche FOTO: Gabi Nitsche
Trebendorf. „Wir Kameraden aus Trebendorf sind für den Erhalt der hauptamtlichen Kräfte in Weißwasser, aber nicht für eine Zentralisierung von Feuerwehrkräften.“ Das betonte Wehrleiter Bernd Kowalick am Sonnabend während der Jahreshauptversammlung seiner Wehr im Saal der Gaststätte „Kastanienhof“. ni

Kowalick versicherte: "Gute Zusammenarbeit und kostenlose gegenseitige Hilfe - ja. Eine Stützpunktfeuerwehr - nein." Mit dieser Aussage reagiert die Trebendorfer Wehrleitung auf die Bemühungen der Weißwasseraner Kameraden, ein in Sachsen einmaliges Pilotprojekt ins Leben zu rufen. Dabei geht es um eine "schnelle Einsatzgruppe", die aus den hauptamtlichen Kräften der Weißwasseraner Feuerwehr sowie aus Kameraden der Umlandwehren bestehen soll. Diese Truppe soll dann die Tageseinsatzbereitschaft im Gebiet des Altlandkreises Weißwasser absichern. Das Konzept dafür wurde bei einem wissenschaftlichen Symposium im November in Weißwasser vorgestellt und die RUNDSCHAU hatte darüber ausführlich berichtet.

"Helfen in der Not ist unser Gebot", betonte Bernd Kowalick am Sonnabend. Die Trebendorfer helfen auch überörtlich, wenn die Leitstelle die Kameraden alarmiert.

Die Trebendorfer Wehr selbst steht auf gesunden Füßen, hieß es. Die Kameraden bemühen sich nicht nur um die "hervorragende Kinder- und Jugendabteilung", so Kowalick, sondern auch darum, Quereinsteiger in ihre Reihen zu holen.

Die Jahreshauptversammlung nutzte der Wehrleiter ebenso, um das gesellschaftliche Mitwirken der Kameraden in der Gemeinde zu würdigen. Zampern, Hexenbrennen, Maibaumstellen - das sind einige der festen Größen im Terminkalender. Zu den Höhepunkten in diesem Jahr zählte der Wehrleiter den zweiten Tag der offenen Tür, an dem auch das neue Löschfahrzeug LF 10 übernommen wurde, die Austragung des Oldicups und des Sachsencups im Löschangriff. Trebendorf richtete einen von fünf Wertungsläufen aus.

Wenn die Wehrleute insgesamt gesehen auch einen tollen Job machen, läuft dennoch nicht alles perfekt, so Kowalick. Ein Manko seien die Dienste, wenn es zum Beispiel um die Pflege und den Erhalt der Technik gehe. Trotz Terminplänen und persönlicher Einladungen kämen nur wenige. Speziell die Damen würden fehlen, aber auch die Umsiedlungen im Dorf gehen nicht spurlos an der Wehr vorüber. Verlässliche Kameraden hätten durch ihre Bauvorhaben viel Stress und wenig Zeit.

Zum Thema:

Statistik: Zur Feuerwehr in Trebendorf gehören 53 Kameraden, sieben davon sind Anwärter, 13 in der Alters- und Ehrenabteilung "Graue Panther". Am Sonnabend wurden fünf Kameraden aufgenommen: Oliver Paulik, Tobias Scholz (von der Jugendwehr), Christian Kucher, René Mettke und Marcel Nakonz (Quereinsteiger). Der Frauenanteil beträgt 15 ProzentBeförderungen: Thomas Husse (Hauptfw.mann), Stefan Kowalick (Löschmeister).Einsätze: elf (zwei Großeinsätze in Weißwasser, einer in Rohne), drei Kleinbrände, ein Waldbrand, eine Einsatzübung.Besonderheit: Feuerwehrsport affine Kameraden.