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Tourismus
TGG will für Trebendorf werben

Die Gemeinde Trebendorf denkt über den Beitritt in die Touristische Gebietsgemeinschaft Neißeland (TGG) nach. Ein Vorteil wäre, dass die Einrichtungen der Gemeinde von der TGG mit vermarktet werden.
Die Gemeinde Trebendorf denkt über den Beitritt in die Touristische Gebietsgemeinschaft Neißeland (TGG) nach. Ein Vorteil wäre, dass die Einrichtungen der Gemeinde von der TGG mit vermarktet werden. FOTO: Gabi Nitsche / LR
Trebendorf. Seit 2002 hat sich die Touristische Gebietsgemeinschaft Neißeland (TGG) die Entwicklung des Fremdenverkehrs zwischen Bad Muskau und Görlitz auf die Fahnen geschrieben. Von Gabi Nitsche

Ob die Gemeinde Trebendorf sich der Touristischen Gebietsgemeinschaft Neißeland anschließt, steht noch in den Sternen. Auf seiner jüngsten Sitzung konnte sich der Rat nicht dazu entschließen, forderte sich weitere Details ein. Weil die Frage, in den Verein einzutreten oder nicht, schon länger steht, hatte Bürgermeisterin Kerstin Antonius jetzt Maja Daniel-Rublack in die jüngste Ratssitzung gebeten, um die TGG vorzustellen. Maja Daniel-Rublack ist bei der Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz mbH (ENO) die Fachfrau in Sachen Tourismus.
Viele der bekannten touristischen Einrichtungen im Umland von Trebendorf haben längst die Vorzüge der TGG, die es seit 15 Jahren gibt, erkannt und arbeiten eng mit dieser zusammen. Insgesamt sind es 26 Mitglieder. Das Sorbische Kulturzentrum in Schleife, die Erlebniswelt Krauschwitz, die Waldeisenbahn, der Findlingspark Nochten, der Stadtverein Weißwasser, der Förderverein Fürst-Pückler-Region sind nur einige Beispiele dafür, die Maja Daniel-Rublack nannte. Auch mit dem Wachsmannhaus in Niesky laufe es gut. Als sehr gut bezeichnete die Touristikerin die Kooperation mit Wake & Beach am Halbendorfer See.
Alle vereint der Wunsch, mehr Menschen in die Region zu locken, um hier Freizeit zu verbringen. Eine Region, so Maja Daniel-Rublack, die reich ist an Möglichkeiten, sich aktiv in der Natur aufzuhalten, Rad zu fahren, Wassersport zu betreiben, zu wandern ...
Mit drei Unesco-Welterbestätten ausgestattet, hebt sich die Region deutlich von anderen Feriengebieten ab. Nicht zu vergessen sei das Reservoir an Kulturschätzen. Dabei spiele die sorbische Kultur eine große Rolle. „Es gibt viele Angebote unter unserem Dach, vor allem auch für Familien“, berichtete die Touristik-Netzwerkerin.
Die Aufgabe besteht darin, gemeinsam dafür die Werbetrommel zu rühren und weit über die eigenen Grenzen auf diese Vorzüge aufmerksam zu machen, die das Neißeland für Tagesbesucher und Kurzurlauber bietet. In der TGG werde die Kraft dafür gebündelt, was die Sache einfacher macht. Jedes Jahr wird ein Marketingplan auf die Beine gestellt, um zielgerichtet arbeiten zu können. „Wir gehen auf Messen wie Breslau, Prag, Berlin, Dresden, wir erarbeiten Präsentationen, Radwegekarten und, und, und. Wobei es bei den Printmaterialien nicht mehr so viel  sind wie früher. Heute ist digital mehr gefragt. Die meisten Besucher informieren sich als Erstes im Internet. Deswegen ist unsere Homepage neu, und wir vernetzen uns stärker denn je. Ob nun unter dem großen Dach Oberlausitz, unter dem auch die TGG Zittauer Gebirge oder das Seenland agieren sowie die Stadt Görlitz oder mit polnischen und tschechischen Partnern.“
Maja Daniel-Rublack weiß, dass die Leute Görlitz inzwischen gut kennen, nicht zuletzt als Görliwood, und mit Bad Muskau und auch Zittau etwas anfangen können. „Das sind unsere großen Ankerpunkte.“
Sie berichtete außerdem, es gibt Schulungen für Mitarbeiter touristischer Einrichtungen. „Wir wollen auch die Tourismus-Informationen enger an uns binden.“ Erst vor Kurzem seien alle von den TGG-Leuten besucht worden. Denn: „Wir versuchen zu betonen, wie wichtig Qualität ist in der Beratung.“
Wer sich der TGG anschließt, profitiere in erster Linie von den langjährigen Erfahrungen in der touristischen Vermarktung. Trebendorf  mit dem Schuster-Hof und dem Dendrologischen Dorf sowie der privat betriebenen Reinert Ranch könnte das auch haben für 231 Euro Jahresbeitrag, hieß es. Haben die Mitglieder auch Pflichten? Maja Daniel-Rublack: „Sinnvoll wäre die aktive Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Marketing.“