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Trainer begeistern Kinder für Fitness

Seit Heidemarlen Polzin ihre Knie-Operation hinter sich hat, sind einmal pro Woche Reha-Sport und Fitness angesagt. Die Weißwasseranerin lobt vor allem die individuelle Beratung und Betreuung durch die Trainer im Verein "Studio 41".
Seit Heidemarlen Polzin ihre Knie-Operation hinter sich hat, sind einmal pro Woche Reha-Sport und Fitness angesagt. Die Weißwasseranerin lobt vor allem die individuelle Beratung und Betreuung durch die Trainer im Verein "Studio 41". FOTO: ni
Weißwasser. Beim Altstadt-Frühling in Weißwasser haben die Zumba-Sportler vom Gesundheit- und Rehasportverein "Studio 41" die Funken sprühen lassen. Auch ansonsten unterstützt der Verein Stadtfeste sowie Kitas und Schulen. Gabi Nitsche

"Das war echt Party, was da Sonntag im Festzelt abging", berichtet Thomas Krause. Dafür haben Julita, die die Zumba-Kurse leitet, und Sportler aus dem Verein mit polnischer Unterstützung gesorgt. "Zwei Frauen aus dem Publikum haben sich anstecken lassen und mitgemacht." Krause findet solche Initiativen wie die mit dem Altstadt-Frühling gut. Der Gesundheit- und Rehasportverein "Studio 41" unterstütze das gern, sagt er. "Wir machen ja auch sonst viel in der Stadt, und dazu gehören nicht nur Auftritte von Sportlern bei Stadtfesten", so der Weißwasseraner. Regelmäßig würden Schüler und Kita-Kinder von den Trainern an Fitness und Gesundhaltung herangeführt werden.

Mehr als 300 Mitglieder zählt der Verein, der vor fünf Jahren gegründet wurde. "Das Studio 41 gibt es schon seit 1999. Damals wurde es privat gegründet. Als dann die Inhaberin, also meine Mutter, starb, stand die Frage, ob wir schließen", berichtet Krause. Denn er und seine Frau wollten es nicht übernehmen, beide haben Jobs - sie in der Altenpflege, er als Verkaufsleiter im Außendienst. Die Lösung sei dann der Verein gewesen. Heute habe dieser drei festangestellte Mitarbeiter, drei geringfügig Beschäftigte und 13 Honorartrainer. "Wir müssen für alles alleine aufkommen - von der Miete bis zu den Gehältern", sagt Krause, der sich als Kassenwart für den Verein einbringt. Gelder aus dem Vattenfall-Vereinstopf habe der Gesundheit- und Rehasportverein noch nie gesehen, obwohl er das mehrmals beantragt habe. Krause würde es gerechter finden, wenn nicht nur wenige Vereine ein Stück von dem Kuchen bekämen, sondern alle. "Je nach Mitgliederzahl. Das wäre gerecht", sagt er. Auch wenn dann die Kuchenstücke kleiner ausfallen würden. "Und wenn die Stadt für etwa 1,6 Millionen Euro das abgebrannte Vereinshaus neu aufbaut und saniert - und das ja nur für zwei Vereine - dann ist das meiner Meinung nach auch nicht in Ordnung", hält Krause nicht hinterm Berg. Im gewissen Sinn würden diese bevorteilt werden.

Stolz sei das Team, dass deren Arbeit bei den jeweiligen Landesverbänden für Behindertensport und Herz-Kreislauf-Erkrankungen anerkannt werde. Krause: "Wir machen auch einen Haufen Kurse gemeinsam mit den Krankenkassen und Firmen." Ein Beispiel sei Rückenfit für die Altenpfleger des Unternehmens Kunze. Dass viel Wert auf die gute Ausbildung der Trainer gelegt werde, habe sich bewährt. So sei Christian Behring ein Fachmann, wenn es um orthopädische Dinge geht, und Frank Wolf bei Sport mit Menschen mit Herz- und Kreislauferkrankungen oder mit Lungenleiden. Bei diesen Kursen arbeite der Verein eng mit den Ärztinnen Brigitte Werner und Sibylle Robel zusammen. Christina Stresow sei die Expertin bei Rückenproblemen. "Sie ist unsere Physiotherapeutin", erklärt Thomas Krause.