Dabei war die personelle Situation der Tornados mehr als schlecht. Trainer Jens Schwabe musste mit nur zwei Reihen auskommen. Durch Spieldauerstrafen waren Mojmir Musil und Marco Noack für diese Partie gesperrt. Krankheitsbedingt fehlten Viteszlav Jankovych und Stephan Kuhlee. René Michalk und Richard Jandik konnten glücklicherweise ihre Teamkameraden unterstützen. Die Preussen hatten bereits am Freitag ein schweres Heimspiel gegen die Black Dragons aus Erfurt, das sie mit 2:5 verloren.

Und so begann das Spiel in Niesky wenig spektakulär. Beide Mannschaften fanden nicht richtig ins Spiel. Im ersten Drittel fiel noch kein Tor. Auch die Bemühungen im zweiten Drittel ließen zu wünschen übrig. Erst in der 29. Minute gelang den Berlinern der erste Treffer. Mit einem Spielstand von 0:1 ging es in die zweite Drittelpause. Doch die Cracks von Trainer Jens Schwabe gaben nicht auf. In der 47. Minute schoss Daniel Wahne nach Vorlage von Andreas Brill und Sebastian Greulich endlich den Ausgleichstreffer. Erst neun Minuten vor Spielende gelang Sebastian Greulich nach Vorlage von Sven Becher und Marcel Linke der ersehnte Führungstreffer. Der ECC Preussen gab noch mal alles. Aber der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen, auch dank einer souverän haltenden Torfrau Ivonne Schröder und einer super Verteidigungsleistung der Nieskyer.

Manch einer im Stadion hatte kaum noch mit dem 2:1-Sieg der Tornados gerechnet. Umso größer war verständlicherweise die Freude über den Sieg und die drei Tabellenpunkte bei den ungefähr 550 Zuschauern.

Einziger Wermutstropfen: Richard Jandik verletzte sich im ersten Drittel erneut durch einen Aufprall an der Bande am Innenband seines Beines und wird wieder für mehrere Wochen ausfallen.