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Tonherzen für den Osterstrauch

Carlotte, Mia, Lea-Sophie und Nelly gehören zu den Nachwuchstöpfern.
Carlotte, Mia, Lea-Sophie und Nelly gehören zu den Nachwuchstöpfern. FOTO: Regina Weiß
Gablenz. In fünf Wochen wird auch in Gablenz das Osterfest gefeiert. An so manchem Strauch werden dann Tonherzen und -hasen hängen. Mädchen und Jungen aus der Gablenzer Kindertagesstätte haben sie angefertigt. Regina Weiß

"Richtige Töpfer brauchen auch eine Töpferschürze", sagt Karin Büchner, Vorsitzende vom Gablenzer Verein "Kreativ in Ton" am Dienstagmorgen. Ruckzuck haben alle Mädchen und Jungen die Schürze umgebunden und auch die Helfer haben das passende Kleidungsstück angelegt. Nun kann es endlich losgehen.

"Die Kinder sind schon ganz aufgeregt und freuen sich aufs Töpfern. In den letzten Tagen gab es nur dieses eine Gesprächsthema", weiß Erzieherin Marlies Zindler. 18 Mädchen und Jungen der großen Gruppe der Kita Knirpsenland sind die ersten, die das Haus der Generationen - das ehemalige Grüne Haus - auf Bartelshof mit Leben erfüllen. "Und das noch vor der offiziellen Eröffnung", schmunzelt Heimatvereinschef Norbert Thorausch.

Er hat dem Haus gut eingeheizt, damit die Kinder eine warme Stube haben. Dort erklärt Karin Büchner, dass ja nun bald Ostern ist und aus diesem Anlass Bäume oder Sträuße entsprechend geschmückt werden. "Ihr könnt das dann euren Eltern oder Großeltern schenken", so Karin Büchner. An Formen und Ausstechern mangelt es nicht, sodass die Kinder eine große Auswahl haben. Charlotte und Lea-Sophie entscheiden sich für einen Schmetterling, Mia für einen Osterhasen. Regina Hänchen, Bärbel Krahl, Ursula Pittermann und Karin Büchner gehen von Tisch zu Tisch und helfen beim Ausstechen aus dem gewalzten roten Ton. Zum Verzieren dienen Knöpfe, die "so schöne Muster hinterlassen". Oder man sticht kleine Formen aus und klebt sie mit Schlicker (weichgemachten Ton) auf. Die Kinder gehen sehr kreativ zu Werke und sind mit Feuereifer bei der Sache.

Apropos Feuer. Im Ofen des Vereins werden die Ostergeschenke später bei 480 Grad gebrannt und erhalten nach Wunsch auch eine Glasur.

"Der Verein ist seit letztem Jahr in Gablenz ansässig. Wir sind von der Einheit in Weißwasser in unseren schönen Laden gezogen. Da war klar, dass wir uns hier ins Dorfleben einbringen wollen", so Karin Büchner. So soll im August mit Schulkindern das nächste Töpfern stattfinden.

Das Mehrgenerationshaus ist im vergangenen Jahr nach einer langen Phase der Sanierung übergeben worden. Die letzte Bauphase war durch Mittel aus der Integrierten Ländlichen Entwicklung gefördert worden.