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Tierrechtsorganisation verklagt Angelverein Sagar

Sagar. (rw) Nach einer Angel-Arbeitsgemeinschaft in Forst ist nun der Sportfischverein Sagar an der Reihe. War es im Brandenburgischen "nur" ein Beschwerdebrief, ist es jetzt eine Anzeige.

Die Tierrechtsorganisation Peta erstattet Anzeige, weil aus ihrer Sicht, dass Pokalangeln des Vereins gegen das Tierschutzgesetz verstoße. Der Görlitzer Staatsanwalt Till Neumann bestätigt der RUNDSCHAU auf Nachfrage: "Es liegt eine Anzeige vor und der gehen wir nach." Der Ausgang des Verfahrens sei allerdings offen. Zunächst wolle man prüfen, gegen wen sich die Vorwürfe im Einzelnen richten.

Peta macht seine Anzeige daran fest, dass der Wanderpokal für den Fisch des Jahres diesmal für einen 8,1 Kilo schweren Karpfen vergeben wurde. Darüber hatte die RUNDSCHAU Anfang Januar berichtet. Peta macht in ihrer Pressemitteilung daraus eine Wettbewerbsveranstaltung, die nach ihrer Ansicht gegen den Paragrafen 17 des Tierschutzgesetzes verstößt.

Sagars Vereinschef Udo Hirche ist schockiert über die Vorwürfe und die Anzeige. "Ich frage mich, was das soll", sagt der langjährige Angelchef. Mehr möchte er dazu nicht sagen, sondern will das Verfahren abwarten. Deutlicher wird da schon René Häse, Leiter der Geschäftsstelle Anglerverband Elbflorenz: "Die Angler werden durch eine solche Vorgehensweise in falschem Licht dargestellt." Peta wolle Publizität. Laut Häse stehen Angler für die Hege und Pflege der Gewässer ein, wenn sie ihrem Hobby nachgehen. "Das machen wird zudem ganz transparent."