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| 02:55 Uhr

Tierischer Besuch – aber Amerikaner sind noch keine da

Die Hündin Kira.
Die Hündin Kira. FOTO: ni
Tierischen Besuch hatten die Gemeinderäte aus Groß Düben und Halbendorf bei ihrer Sitzung am Donnerstagabend im Feuerwehrgerätehaus Groß Düben. Revierförsterin Annett Hornschuh hatte ihre Hündin dabei, wollte sie bei den Minusgraden nicht so lange im Auto lassen. ckx/ni/rw

Norbert Lysk, der die Internetseite Groß Düben betreut, erkundigte sich nach dem Namen. Die Försterin antwortete Kira, aber Lysk stutzte und hakte nochmal nach: "Wie heißt der Hund? Tier?" So schnell kann es also zu Verwechslungen kommen.

Der Groß Dübener Rat musste jetzt über höhere Hundesteuern entscheiden. Der Entwurf sah vor, statt bis dato 30 Euro künftig 50 Euro für den ersten Hund einzufordern. Bürgermeister Helmut Krautz fand das gar nicht gut, 40 oder 45 Euro würden doch ausreichen, sagte er. Und das nicht zum ersten Mal. "Du denkst wohl, wir rücken von den 50 Euro ab, wenn Du öfter fragst", meinte Ires Fercho schmunzelnd.

Wenn in einer Ratssitzung, wo eigentlich alle Handys still sein sollten, eins bimmelt, kann das für den Besitzer teuer werden. Und so frohlockte Wehrleiter Bernd Kowalick, als sich das Telefon von Wolfgang Zech am Mittwochabend unüberhörbar aus dessen Jackentasche Gehör verschaffte: "Das wird teuer, mein Lieber." Dachte Kowalick vomöglich an eine Lage bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr?

Apropos Handy. Als eine Mitarbeiterin der Bauconzept Planungsgesellschaft mbH aus dem sächsischen Lichtenstein Dienstag in Schleife am Mikrofon stand und über Farben für den neuen Schulkomplex sprach, knisterte es auffällig. "Ich hab doch gar kein Handy dabei", meinte die Planerin und schaute sich hilfesuchend um. Dann hatte sie die Lösung, schaute auf Bürgermeister Reinhard Bork und meinte, ihm wohl zu nah zu sein . . .

Ein preußischer Staatsangehöriger hat versucht, Einlass auf das Gelände des Truppenübungsplatzes Oberlausitz zu bekommen. Und das mit einer erheblichen Dreistigkeit, berichtete jüngst Oberstleutnant René Pierschel der Öffentlichkeit. "Ich habe ihn darauf aufmerksam gemacht, dass sein ,Dokument' schon lange abgelaufen ist", so Pierschel.

Bei der Pressekonferenz im Landratsamt Görlitz wurde auch die aktuelle Lage bei den Asylbewerbern angesprochen. Für Erstaunen sorgte beispielsweise, dass 34 Türken im Landkreis untergebracht sind, die in Deutschland einen Asylantrag gestellt haben. Mit Blick auf die aktuellen Geschehnisse über dem großen Teich, konnte sich Landrat Bernd Lange (CDU) eine Bemerkung nicht verkneifen: "Amerikaner haben wir noch keine."

Wer für den Winterdienst vor dem Bahnhof in Weißwasser verantwortlich ist, wollte im jüngsten Stadtrat Maria Ruttmar von der Verwaltung wissen. "Ich meine dort, wo die Autos immer halten, ist es unwahrscheinlich glatt." Oberbürgermeister Torsten Pötzsch wollte von der Seniorin wissen, wo genau denn die Autos halten. "Na vorm Bahnhof, so leicht daneben", versuchte Maria Ruttmar zu erklären. Torsten Pötzsch: "Interessant. Denn Autos dürfen da gar nicht halten."

Insgesamt 21 Tagesordnungspunkte standen in der Rietschener Ratssitzung in dieser Woche auf dem Programm. Erst nach 22 Uhr war die Sitzung dann beendet. Dass die Diskussionen sich zum Teil in die Länge ziehen würden, ahnten die Mehrzahl der Gemeinderatsmitglieder bereits im Vorhinein. Horst Mrusek (Freie Wähler) fasste es zu Beginn der Ratssitzung doch recht locker auf: "Naja, wenn wir bis nach 24 Uhr hier sitzen, bekommen wir zweimal Sitzungsgeld."

Als Johannes Lehmann in seinen Fotoalben blätterte und sich an die lange Geschichte des Daubitzer Karnevals erinnerte, kam er um die Bemerkung nicht herum: "Dass meine Frau und ich einmal als Daubitzer das Prinzenpaar in Rietschen gaben, ist wirklich ein Ding."

Für ihre langjährige Arbeit als Gemeinderat in Trebendorf hat Bürgermeisterin Kerstin Antonius in dieser Woche "Urgestein" Marina Kowalick gedankt. Diese verlässt den Rat aus gesundheitlichen Gründen. Antonius erinnerte an Zeiten, wo beide Frauen als Gemeinderäte einiges zusammen ausgefochten hätten. "Das waren schöne, manchmal auch angespannte Zeiten", so die Gemeindechefin.

Bürgermeisterin Kerstin Antonius (r.) verabschiedete Marina Kowalick aus dem Gemeinderat.
Bürgermeisterin Kerstin Antonius (r.) verabschiedete Marina Kowalick aus dem Gemeinderat. FOTO: ni