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"Three at Liberty" gibt Konzert in der Lausitz nach Reunion

Zurück zu den Wurzeln: Die im Jahr 1992 gegründete Weißwasseraner Musikband "Three at Liberty" bei ihrem Auftritt im Bad Muskauer Kulturkeller.
Zurück zu den Wurzeln: Die im Jahr 1992 gegründete Weißwasseraner Musikband "Three at Liberty" bei ihrem Auftritt im Bad Muskauer Kulturkeller. FOTO: Anja Guhlan/ang1
Bad Muskau. Die Musikband "Three at Liberty" hat zum diesjährigen "Culture Beat" in der Bad Muskauer Turmvilla ihre Reunion in der Lausitz mit einem Live-Konzert im Kulturkeller gefeiert. Zwar wird es vorerst kein neues Album geben, doch die heute vierköpfige Band will ab 2016 wieder durch das Land ziehen. Anja Guhlan/ang1

Der Vorhang im Kulturkeller wird um 22.44 Uhr aufgezogen. Dahinter vier gestandene Männer mit ihren Instrumenten. Das Publikum mit rund 350 Musikbegeisterten klatscht und ist gleichzeitig supergespannt auf das Live-Konzert der Band "Three at Liberty".

Nach zehn gemeinsamen Jahren hatte die im Jahr 1992 gegründete Weißwasseraner Band ihre Trennung bekannt gegeben. "Unsere Bandmitglieder verschlug es berufsbedingt in die Ferne", erzählt René Zach, der Bassist, der heute noch in der Region lebt. Frank Küpper - der Gitarristen und Sänger der Band - zog ins badenwürttembergische Hechingen. Und doch hatte keiner von der Musik richtig lassen können. "Musik spielte weiterhin eine große Rolle", so Zach.

Als Frank Küpper in Baden-Württemberg den Gitarristen Peter Burghardt kennenlernte, arbeiteten sie an einer Wiedervereinigung. In teilweise neuer Besetzung und mit einer neuen Ausrichtung der bereits bestehenden Songs. "Unserem Stil wollten und sind wir aber treu geblieben", so der Sänger Frank Küpper.

Dann die ersten Töne im Konzertsaal von Thoralf Kutter am Schlagzeug. Er ist Ersatz-Drummer für den eigentlichen Schlagzeuger der Band Hannes. "Die Jungs hatten mich kurzfristig als altes Bandmitglied gefragt, ob ich noch mal an die Drums gehen möchte. Ich hatte Lust", erzählt Thoralf Kutter. "Obwohl das Proben harte Arbeit gewesen ist. Denn seit dem Jahr 2002 habe ich nicht mehr intensiv gespielt."

So präsentieren die Jungs vor allem alte Songs wie "If I want it too" oder "To you, to us". Nach "I'm just going to pieces" fordern einige aus dem Publikum eine Zugabe.

"Ich mag die Band, seitdem ich 14 Jahre alt bin. Habe sie damals öfter live erlebt", erzählt Bianka Dirla. Die heute 31-Jährige tanzt vor der Bühne ausgelassen zu der melancholischen und doch peppigen Musik. "Ich finde die Musik ist gitarrenlastiger. Doch im Gesamten ist mit den Jahren die Musik der Band noch viel besser geworden. Ich bin total happy, dass sich die Band wieder gefunden hat. Ich wünsche ihnen viel Erfolg, trotz der großen Entfernung."

Tatsächlich wohnt der Großteil der Band nahe Stuttgart. Die Proben sollen deshalb ab 2016 nur drei bis vier Mal im Jahr stattfinden.

"Jeder probt für sich allein zu Hause. Außerdem können wir uns ja über das Internet austauschen", so René Zach. An einem Album feilen die Jungs gerade nicht. Stattdessen wollen sie gemeinsam wieder viel mehr live auftreten. Zahlreiche Bewerbungen für Konzerte und Festivals sind bereits rausgegangen. Jetzt heißt es abwarten.

Mandy Zimmerling (40) und ihre Begleitung Jens Hauser (43) aus Dresden kannten die Band vorab zwar nicht, dennoch bewegen sie sich zur Musik und klatschen nach jedem präsentierten Song. "Wir beide mögen eher die alternative Musik als den Mainstream. Diese Musik ist ganz okay", meint Mandy Zimmerling, die mit Jens Hauser seit vier Jahren stets in den Kulturkeller zu der Veranstaltung "Culture Beats" kommt. "Die Turmvilla und der Kulturkeller sollten unbedingt erhalten werden. Das ist in Bad Muskau bereits ein echtes Kulturgut", so der ehemalige Lausitzer Jens Hauser.

Der Höhepunkt: Zum Schluss spielt die Band das Lied "Song for all my friends". Jubel beim Publikum. Auf der Bühne wird alles gegeben. Ein weiterer 43-jähriger Besucher lobt den neuen Gitarristen Peter. "Der Typ versteht es wirklich, Solos zu spielen. Das klingt meisterhaft."

Auch die Band ist mit dem Live-Konzert zufrieden: "Das ist ausgezeichnet gewesen. Das Publikum hat lange durchgehalten. Auch zum Teil kräftig getanzt. Wir kommen definitiv wieder in die Lausitz", so René Zach.