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Thomas Jurk hofft auf guten Listenplatz

Thomas Jurk
Thomas Jurk FOTO: H.J. Müller
Weißwasser. Thomas Jurk aus Weißkeißel will im September wieder für die SPD in den Bundestag einziehen. Von der Parteibasis nominiert, hofft er nun auf einen guten Listenplatz. Regina Weiß

Die Reihenfolge der sächsischen Kandidaten wird am 11. März festgelegt. Vom Wahlkampf erwartet Jurk allerdings nichts Gutes, wie er bei seinem Neujahrsgespräch am Mittwoch einschätzt. "In Zeiten sozialer Netzwerke haben sich Legenden schnell gebildet. Leute mit Argumenten zu erreichen, wird immer schwieriger."

Doch Jurk halte gerade auch im Wahljahr an seiner Maxime aus 26 Jahren Politik fest, sich mit Sachargumenten auseinanderzusetzen. Themen gibt's viele. Die reichen von der Energiepolitik über Breitbandausbau bis hin zur Infrastruktur. So werde in der nun anstehenden SPD-Klausurtagung hitzig über die unterschiedlichen Netzentgelte in Ost und West diskutiert werden. Zwar könne man stolz sein, wenn 32 Prozent des Verbrauchs aus erneuerbarer Energie stammen. "Doch die verbleibenden 68 Prozent müssen ja auch irgendwoher kommen", erklärt Thomas Jurk. Deshalb werde er sich auch nicht hinreißen lassen, eine Zahl zu nennen, wann das Ende der Braunkohle ansteht. Eine stabile Energieversorgung brauchen nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Menschen, gerade in diesen kalten Tagen. "Und wenn wir von Elektromobilität reden, brauchen wir auch Strom."

Apropos Mobilität. Die Bahnanbindung Cottbus-Görlitz (Elektrifizierung und Ausbau) ist wichtig. Der im Bundesverkehrswegeplan bezeichnete "potenzielle Bedarf" müsse nun mit Zahlen hinterlegt werden. "Dabei darf nicht alles an den Finanzkriterien festgemacht werden", fordert Thomas Jurk. Gerade auch, wenn es um ernst gemeinte Unterstützung beim Strukturwandel geht.