Genau wie sein Kollege Hagen Schmidt (die RUNDSCHAU berichtete gestern) hat Uwe Kamenz, Leiter der Musikschule Fröhlich in Bad Muskau, in diesem Jahr einen vollen Terminkalender. Seine Harmonika-Big-Band kann als echtes Aushängeschild bezeichnet werden, hat sie doch schon vielen Zuhörern Freude in der Region Freude bereitet. Ein Höhepunkt dürfte zweifellos das Programm der Musikschule Pfingstmontag zum Park- und Blütenfest in Kromlau sein. „Das ist für uns schon etwas Besonderes, dort zu solch einer Hauptzeit wie zwischen 15 und 16 Uhr spielen zu dürfen“ , kann Uwe Kamenz im RUNDSCHAU-Gespräch seinen Stolz nicht verbergen. Zur Tradition geworden ist bereits das Konzert am 3. Advent im Bad-Muskauer „Lindenhof“ , in diesem Jahr bereits das 14. in Folge. „Ein richtiges buntes Programm, nicht nur mit Musik, sondern auch mit Gesang und Tanz, ausschließlich durch uns gestaltet. Ein Kessel Buntes, könnte man sagen“ , so Kamenz. 2007 werden es 15 Jahre, dass seine Musikschule Fröhlich besteht.
Wollen die Leute überhaupt noch ein Instrument erlernen und gemeinsam musizieren, will die Heimatzeitung von dem Bad-Muskauer wissen, der rund zehn Instrumente beherrscht. „Ein Nachlassen des Interesses kann ich nicht feststellen, eher ist das Gegenteil der Fall. Ich kann sagen, dass ich vorher noch nie so lange an einer Arbeitsstelle tätig war, wie jetzt mit meiner Musikschule“ , bekräftigt Uwe Kamenz. In dieser Beziehung ist er mit Hagen Schmidt einer Meinung: Musik machen ist nicht aus der Mode gekommen, mit Abstrichen bei den Erwachsenen. Hier hat Kamenz die Erfahrung gemacht, dass manche, die früher Akkordeon gespielt und es dann lange Zeit aus der Hand gelegt haben, wieder damit anfangen, ihre Kenntnisse auffrischen wollen. Wolfgang Dietze sei so ein Beispiel, aber auch Andrea Lache nennt Kamenz hier. Er verweist auf einen festen Stamm von Erwachsenen, die seine Musikschule besuchen.