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| 01:02 Uhr

Thema der Woche: Florian in Not? 40 Jahre im Ehrenamt

Horka.. Traditionell ehrt der Kreisfeuerwehrverband des NOL jährlich jene Kameraden, die bereits 40 Jahre ihren ehrenamtlichen Dienst in den Reihen der freiwilligen Feuerwehr versehen. Nach Rietschen, Gebelzig, Uhyst, Reichenbach und Melaune, wurden am Dienstagabend die verdienstvollen Kameraden in diesem Jahr nach Horka eingeladen. Von André Kurtas

35 Kameraden standen auf dem Protokoll, die das Feuerwehr-Ehrenkreuz am Band erhielten. Hans Richter, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes im NOL, konnte dazu unter anderen auch Landrat Bernd Lange begrüßen.
„Ich bin jetzt 49 Jahre alt. Das heißt, fast mein gesamtes Lebensalter haben Sie Ihren Dienst in der freiwilligen Feuerwehr verrichtet und haben somit auch die Sicherheit für die gesamte Bürgerschaft im Landkreis garantiert“ , lobte der Lange.
40 Jahre - das sind nicht nur unzählige Einsatzstunden, sondern auch Stunden, die den Kameraden abverlangt wurden, sich das notwendige Wissen anzueignen.
Ein großes Dankeschön richtete Bernd Lange auch an die Adresse der Familien der Feuerwehrleute. „Wir können uns sehr glücklich schätzen, noch funktionierende freiwillige Feuerwehren im Landkreis zu haben.“ Viele Großstädte hätten nur die Berufsfeuerwehren, die teuer bezahlt werden müssen. Bernd Lange verglich das mit den hiesigen freiwilligen Kräften, die Freizeit und Gesundheit für ihre Mitmenschen aufs Spiel setzen. Man könne ihnen dafür gar nicht genug danken, hieß es. Diese Tatsache werde an anderen Stellen im Land und auf anderen Ebenen oftmals vergessen, so Langes Meinung.
Dieser erinnerte auch an Ereignisse der Vergangenheit, die mit Hilfe der ausgezeichneten Kameraden erfolgreich bewältigt wurden, so zum Beispiel die großen Waldbrände Anfang der 90er Jahre vor den Toren Weißwassers. Auch der damalige Oberbürgermeister Weißwassers, Dieter Lößner, der am Dienstag ebenfalls für seine 40-jährige Zugehörigkeit zu den Florianjüngern geehrt wurde, konnte sich noch gut an dieses Ereignis erinnern.
Wie der Landrat betonte, sei die Jugend heute nicht mehr in jener Fülle vorhanden, wie dies noch vor Jahren der Fall war. Mitunter sei es schon recht schwierig, die Einsatzfähigkeit in den einzelnen Feuerwehren aufrecht zu erhalten, bekannte er. Wie lange dies noch klappen wird, könne man heute noch nicht sagen. Dringend notwendig sei es, so der Landrat, sich neue Modelle einfallen zu lassen, um auch zukünftig die Sicherheit für die Bürger des Landkreises gewährleisten zu können. Bernd Lange geht nicht davon aus, dass sich demnächst ein Wandel vollzieht und die Jugendlichen, die in die alten Bundesländer auswanderten, wieder in die alte Heimat zurückkehren. Dennoch habe sich der Landkreis in letzter Zeit recht gut entwickelt und somit sei der Anspruch an die Feuerwehrtätigkeit gestiegen. Lange nannte beispielsweise den Autobahntunnel in den Königshainer Bergen, der schon eine besondere Herausfo rderung an die Feuerwehr darstelle. Aus diesem Grund ist eine gründliche Ausbildung der Kameraden eine Grundvoraussetzung für Erfolg. Lange nannte in diesem Zusammenhang auch die Munitionsentsorgungsfabrik in Steinbach, auf die gleiches zutrifft.

Zum Thema Die Geehrten
 Horst Günzel und Joachim Helbig (Spree); Christian Rönsch (Kodersdorf); Hans Reinhold und Heinz Schierz (Trebus); Peter Musiat (Mücka); Klaus Gerstenberger und Gerd Symmank (Kreba); Hartmut Loitsch (Groß Krauscha); Hartmut Trautmann und Horst Barteldt (Königshain), Hartmut Lehmann (Zoblitz); Werner Wrobel (Girbigsdorf); Ingrid Koschare und Rika Markwitz (Boxberg); Reiner Bahlo (Reichwalde); Heinz Pachali (Gablenz); Eberhard Prietzel (Kromlau); Günter Lange (Krauschwitz-West); Fred Altmann und Werner Härtner (Rietschen); Joachim Funke und Manfred Ziesche (Uhyst); Dieter Lößner, Nikolaus Koschwitz und Wilfried Hebig (Weißwasser).