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| 17:27 Uhr

Bauvorhaben
Terminkette Jahnstraße ist geplatzt

Die Jahnstraße ist weiterhin Baustelle, und das ist für viele Anwohner eine Herausforderung, aber ebenso für die beauftragte Firma. Die Zuleitungen für alle Medienträger, wie Gas, Wasser, Strom, werden erneuert. Erst im Anschluss kann der Straßenbau erfolgen.
Die Jahnstraße ist weiterhin Baustelle, und das ist für viele Anwohner eine Herausforderung, aber ebenso für die beauftragte Firma. Die Zuleitungen für alle Medienträger, wie Gas, Wasser, Strom, werden erneuert. Erst im Anschluss kann der Straßenbau erfolgen. FOTO: Joachim Rehle
Weißwasser. Die Erneuerung der unterirdischen Wirtschaft ist schwieriger als gedacht. Von Gabi Nitsche

Die Terminkette für das Bauvorhaben Jahnstraße ist geplatzt. Die Erneuerung der unterirdischen Wirtschaft hat sich als komplizierter herausgestellt als angenommen, so Thomas Böse, Referatsleiter Bau in der Stadtverwaltung Weißwasser. „Es ist eine schwierige Baustelle. Die Reihenhäuser, alle sechs Meter gehen sämtliche Anschlüsse dort rein, dazu die schick gemachten Vorgärten der Anwohner. Es ist ist alles verdammt eng“, brachte es Thomas Böse in der jüngsten Sitzung vom Bau- und Wirtschaftsausschuss auf den Punkt. Dabei betonte er, dass der Part der Stadt bei dieser Gemeinschaftsaufgabe eigentlich der Straßenbau ist.

Im Ausschuss hatte sich Hans-Eckhard Rudoba, der als sachkundiger Einwohner in dem Gremium mitarbeitet und Anwohner ist, nach dem Bauablauf erkundigt. „Es war ja mal die Rede von Juni/Juli“, erinnerte sich dieser. Er versicherte, dass die Anrainer mit den Bauleuten gut klar kämen, diese alle Hilfestellungen geben würden, die die Leute brauchen.

Seit 2017 wird die komplette Jahnstraße Stück für Stück saniert. Derzeit geht es um den Teilbereich vom Jahndamm bis zur Gelsdorfstraße. Ein neuer Schmutz- und Regenwasserkanal musste verlegt werden. Das ist abgeschlossen. Aktuell läuft laut Stadtwerke-Chefin Karin Bartsch die Verlegung einer neuen Trinkwasserversorgungsleitung, eines neuen Stromlängsnetzes. Diverse Hausanschlüsse werden ebenso erneuert. Nicht alles gehe reibungslos vonstatten. Es gebe zwei Sachen, die den Bauablauf beeinflussen. Für die neuen Hausanschlüsse war zunächst geplant, die Zaunanlagen zu sichern. „Aufgrund der unzureichenden Gründung und der teilweise fehlenden Fundamente ist dies jedoch nicht möglich.“ Daher wurden ein kompletter Rückbau inklusive Wiederherstellung notwendig. Außerdem würden Kabel und Leitungen nicht dort liegen, wo angenommen beziehungsweise wie in den Bestandsplänen eingezeichnet. Dadurch konnten die Medienleitungen nicht immer durchgängig verlegt werden. Hinzu kommen, wie schon Thomas Böse sagte, extrem beengte Bauverhältnisse im Gehwegbereich sowie in den Vorgärten. Das alles zusammen und dass parallel eine Lösung gefunden werden musste, habe den ursprünglich geplanten Bauablauf durchkreuzt. Er kann nicht eingehalten werden, räumt Karin Bartsch ein. Um zu retten, was zu retten ist, verschieben die Stadtwerke andere Vorhaben, sodass die Asphaltarbeiten voraussichtlich bis zum 18. August abgeschlossen werden.

Ruhe kehrt aber dann auf der Jahnstraße nicht ein. Es geht weiter bis zur Friedrich-Fröbel-Straße. Trotz der jetzt gewonnenen Erkenntnisse, wie sich alles optimieren lasse, seien weitere Probleme nicht vermeidbar. Noch 2018 folge der Teil von der Kreuzung Forster Straße bis zur Pestalozzistraße. Der Bereich bis zur Fröbelstraße erfolgt 2019.