(ckx) In der Station Junger Naturforscher und Techniker sind über das Wochenende acht deutsche und acht polnische Schüler im Alter von 10 bis 16 Jahren damit beschäftigt, einen Hindernisparcours zu bewältigen. Und das nicht etwa eigenhändig, sondern mit selbst gebauten und programmierten Robotern. Vereinsvorsitzender Randolf Rotta sowie der neue Stationsmitarbeiter Torsten Löffler haben mit den Kids getüftelt, gesägt, geschraubt und außerdem programmiert.

„Ziel ist es, dass die von euch programmierten Fahrzeuge durch den Parcours kommen“, erklärt Torsten Löffler bei der ersten Runde des Wettkampfs. Vorher haben sich vier Teams eingehend in dem Feriencamp mit der Technik vertraut gemacht und ihre selbst gebauten Geräte so programmiert, dass sie möglichst weit durch den Parcours kommen, ohne die Bauklötzchen umzureißen. „Das Robotercamp erfreut sich großer Beliebtheit und erfordert von den Jugendlichen schon viel Vorstellungskraft“, erklärt Randolf Rotta.

Er ist auch Ende September mit einer 40-köpfigen Delegation aus Sachsen und Baden-Württemberg in die Hauptstadt der Vereinigten Arabischem Emirate, nach Abu Dhabi, zur Expo Science gereist. „Wir waren mit zwei Projekten dort“, erzählt Rotta der RUNDSCHAU, „und eines ist aus Weißwasser dort an den Start gegangen.“

Immerhin sind auf der Wissenschaftsmesse für die Jugend rund 500 Projekte zu bestaunen gewesen, die von 2000 Teilnehmern aus 50 Ländern erstellt wurden. „Dort ging es nicht um einen Wettkampf, sondern darum, Wissenschaft erlebbar zu machen und sich auszutauschen“, erklärt Randolf Rotta.

Die Weißwasseraner haben mit einem Micro-Controller und Led-Technik eine intelligente Uhr für das Kinderzimmer gebastelt. Dazu haben die Jugendlichen auch die neue Fräsmaschine genutzt, die die Station selbst gebaut hat.

„Während sich die meisten Aussteller auf die Elektronikbauteile konzentriert haben, haben wir auch auf das Aussehen und die Bastelarbeit geachtet“, sagt Randolf Rotta, „und das hat man auf der Messe schon honoriert.“

Inzwischen sei auch ein Draht nach Heilbronn entstanden. Über den Landesverband Sächsischer Jugendhilfswerke, der die Reise zur Expo Science organisiert hat, haben die Weißwasseraner einen Kontakt zu Heilbronner Forschung herstellen können. „Da sind künftig sicher viele Kooperationen möglich“, hofft der Vereinsvorsitzende der Station.

Schließlich will der älteste Weißwasseraner Träger für Jugendangebote sich auch für die Zukunft aufstellen und künftig ein neues Gebäude errichten, das mit Inhalten gefüllt werden muss.