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| 17:52 Uhr

Daubitz
Tausende pilgern zur Forest Village Ranch

Hier marschiert der Indianertrupp mit Marion Kuchra und Gefolge ein.
Hier marschiert der Indianertrupp mit Marion Kuchra und Gefolge ein. FOTO: Arlt Martina
Daubitz/Walddorf. Traditionell am letzten Juni-Wochenende laden die Daubitzer Karnevalisten zum Countryfest nach Walddorf ein. Von Martina Arlt

„Im wilden Osten gibt es kein schlechtes Wetter“. Davon ist Oberhäuptling Tilmann Havenstein mit seinem riesengroßen Organisationsteam überzeugt. Denn aus allen Teilen Deutschlands und darüber hinaus strömen tausende Menschen zur Forest Village Ranch nach Walddorf, einem kleinen, zu Daubitz gehörendem Örtchen mit 36 Einwohnern. Im vergangenen Jahr waren Besucher aus 13 Bundesländern vertreten. „Der erste Camper reiste bereits am Mittwochabend in Walddorf an. Doch die Schranke öffnete sich erst am Freitagmorgen um sieben Uhr. Dann geht der Ansturm auf die besten Plätze auf dem Zeltplatz los“, erzählt Tilmann Havenstein, der am Samstagnachmittag mit Fabian Adler das 23. Countryfest auf der Ranch eröffnet. „Der liebe Gott ist ein Countryfan, denn pünktlich zur Eröffnung kommt heute die Sonne heraus“, kommentiert Havenstein. Die beiden Macher haben eine ganze Kiste Whiskey im Gepäck, um besondere Besucher mit diesem Getränk zu erfreuen. Sei es der älteste, jüngste Besucher oder der Gast mit der längsten Anreise, die gern eine Flasche von dem edlen Tropfen in Empfang nehmen. Immerhin liefen im vergangenen Jahr zum Countryfest 278 Liter Whiskey durch die Kehlen in Walddorf.

Zu dieser dreitägigen Veranstaltung haben sich die Mitglieder des Daubitzer Karnevalsvereins als Organisatoren 15 Live-Bands und Einzelkünstler eingeladen. Diesen Teil übernimmt jedes Jahr Fabian Adler. „Das musikalische Angebot in diesem Jahr ist kaum zu überbieten. Denn es stehen neben vielen musikalischen Gästen auch Linda Feller, Jonny Hill und Truck Stop auf der Bühne. Unsere Anregungen dafür holen wir uns auf der Countrymesse in Berlin, dann hören wir uns die Musik der Bands an und entscheiden“, erzählt Fabian. Im Vorfeld wird viel auf der Ranch gewerkelt und gebaut. Der Whiskey-Saloon bekam in diesem Jahr einen ganz neuen Anstrich und ist für die Gäste einfach ein Hingucker. Bei allen Aktivitäten der vielen fleißigen Helfer muss Dieter Hoffmann besonders hervorgehoben werden. Er ist bei allen Arbeitseinsätzen vor Ort. Darüber hinaus setzt er seine Freizeit auf der Ranch ein. „Dieter dokumentiert und hält alle Dinge auf der Ranch auf dem Papier fest. Was oft Kleinigkeiten für uns sind, darüber kann unser Dieter immer Auskunft geben und den Beweis antreten, dass es so ist. Er hat somit immer Recht, das müssen wir zugeben“, sagt Havenstein schmunzelnd.

Einmarsch der Siedler hoch oben auf der Kutsche.
Einmarsch der Siedler hoch oben auf der Kutsche. FOTO: Arlt Martina

Westernkutschen, Stuntshows,  Westernkirche, Indianistik, Hufbeschlag und jede Menge Line Dancer tragen zum guten Gelingen des Festes bei. Wenn Tilmann Havenstein und Fabian Adler den Turm auf der Ranch besteigen, dann marschieren die Siedler ein. Als Sheriff  kommt Horst Mrusek hoch zu Ross eingeritten. Zehn Bilder werden gezeigt. Dazu gehören die Postkutsche, die Tinkas aus der Schmiede Daubitz, die Neuhagener Oldstyle Dancers, der Indianertrupp mit  Marion Kuchra sowie die Nordstaatler mit ihrem Kanonenschuss.

Hufschmied Ulrich Jesche beschlägt Pferd Jonny.
Hufschmied Ulrich Jesche beschlägt Pferd Jonny. FOTO: Arlt Martina
Die Line-Dancer vor der kleinen Bühne.
Die Line-Dancer vor der kleinen Bühne. FOTO: Arlt Martina
Die Country-Dancers aus Kodersdorf in Aktion.
Die Country-Dancers aus Kodersdorf in Aktion. FOTO: Arlt Martina
Einmarsch der Siedler.
Einmarsch der Siedler. FOTO: Arlt Martina