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| 01:35 Uhr

Tatra-Bahnen müssen noch mindestens bis 2020 halten

Cottbus.. Die während eines Bürgerforums zum Thema Lärmaktionsplan aufgemachte Forderung, das Unternehmen Cottbusverkehr solle sich über die Anschaffung von modernen und damit leiseren Straßenbahnen Gedanken machen (die RUNDSCHAU berichtete), sieht Ulrich Thomsch,

Geschäftsführer des Verkehrsbetriebes, als unrealistisch an. „Wir haben unsere Tatra-Bahnen zwischen den Jahren 1995 und 1998 grundlegend modernisiert - jetzt müssen sie noch mindestens bis zum Jahr 2020 halten“ , so Thomsch. Insgesamt 26 Bahnen seien auf dem Cottbuser Schienennetz unterwegs. „Laufzeiten von 25 Jahren sind für Straßenbahnen ganz normal“ , sagt Thomsch.
Das Unternehmen habe in den vergangenen Jahren einiges getan, um den Lärmpegel zu senken. So seien zum Beispiel auf bestimmten Abschnitten die Schienen ummantelt worden. „Das kann etwas bringen, doch zum Beispiel am Altmarkt hätten wir uns diesen Aufwand eigentlich sparen können - auf dem Pflaster machen die Autos wesentlich mehr Krach“ , sagt Thomsch. Auf anderen Teilstücken seien die Schienen von Grünflächen umgeben. „Auch das schluckt etwas Lärm“ , sagt Thomsch. Selbst ein um ein oder zwei Dezibel gesenkter Lärmpegel sei schon deutlich wahrnehmbar.
Eine von einigen Cottbusern angeregte Geschwindigkeitsreduzierung hält Thomsch für nicht machbar. „Wir fahren schon jetzt nicht mehr als 50 Stundenkilometer, oft sogar deutlich weniger, weil die Abstände zwischen den Haltestellen sehr gering sind“ , so der Cottbusverkehr-Chef. (sh)