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| 14:49 Uhr

Leag
Tagebau-Brand fordert weiterhin Einsatzkräfte

FOTO: Leag
Reichwalde. Hinter dem Brand im Tagebau Reichwalde, der am Mittwoch ausgebrochen war, kann die Leag noch längst kein Haken machen. Laut Hartmut Bastisch, dem Chef der Werkfeuerwehr, stehe ein hartes Wochenende bevor. Denn noch immer richten sich alle Anstrengungen auf die Brandbekämpfung und darauf, dass sich das Feuer nicht wieder ausweitet. Von Gabi Nitsche

„Gott sei dank hat sich das Wetter beruhigt, und es ist nicht mehr so stürmisch wie gestern“, sagte Leag-Sprecherin Kathi Gerstner Freitagmittag am Rundschau-Telefon. In der Nacht zuvor sind die eigenen Feuerwehrleute Stück für Stück auf der heißen Fläche des Kohleflözes vorangekommen. 38 Kameraden waren im Einsatz, die von acht Florianjüngern aus Weißwasser mit zwei Tanklöschfahrzeugen unterstützt wurden. „Die Weißwasseraner helfen auch übers Wochenende“, berichtet Kathi Gerstner. Hilfe bekommen die Bergleute auch von der Bundeswehr-Feuerwehr des Truppenübungsplatzes mit zwei Tanklöschfahrzeugen. Die Kreba-Neudorfer sind ebenfalls dabei. Mit Wasserwerfern wollen sie intensiv die Glutnester im Hochschnitt des Kohleflözes löschen.

500 Meter Kohleflöz sind Freitag noch betroffen. Zum Vergleich: Mittwoch hatte sich das Feuer auf zwei Kilometer ausgedehnt. „Mit der Förderbrücke werden wir bereits heute Abraummassen über dem betroffenen Teil des Kohleflözes abschütten. Planierraupen sollen dann ab morgen gezielt die Brandherde abdecken, um diese einzuschließen und das Feuer damit zum Erlöschen zu bringen. Bis Anfang der nächsten Woche wollen wir die schweren Erdbauarbeiten abgeschlossen haben“, informiert der Leiter der Tagebaue Nochten und Reichwalde, Lutz Mickel am Freitag. „Ich bedanke mich ganz herzlich für die vielen geleisteten Stunden aller Feuerwehrmänner und Bergleute, die alle Kräfte auf die Bekämpfung dieses Brandes gerichtet haben“, so Miickel. Warum es überhaupt zum Brand kam, sei noch unklar. Erst wenn alles gelöscht ist, können die Untersuchungen beginnen.

Und die Einsatzkräfte? „Selbstverständlich werden die vor Ort versorgt. Das macht unser Cateringpartner Weinert. Heute gibt es zum Beispiel Schnitzel, Kartoffeln, Bockwurst. Und Getränke stehen jederzeit bereit.“ Der Einsatzleiter hat einen heißen Draht zur Küche und nutze den, wenn etwas fehlt.

FOTO: Leag