Zum Tag des offenen Denkmals lädt die Denkmalkommission der Stadt Weißwasser dazu ein, sich am Sonntag, 11. September, auf Spurensuche zu begeben und Geschichte und Geschichten am Denkmal zu ermitteln.
Stefanie Sprejz, Vorsitzende der Denkmalkommission Weißwasser: „Wir als Denkmalkommission wollen Denkmalen und historischen Bauwerken eine Stimme geben.“ Dafür werden bereits seit 2002 im Vorfeld mehrere Orte in Weißwasser ausgewählt, die für eine Besichtigung ihre Türen öffnen.
In diesem Jahr sind es insgesamt sieben, die von Interessenten aufgesucht und erkunden werden können. So etwa „Flächendenkmal Friedhof“ in Weißwasser, was am Sonntag zwischen 6.30 und 20  Uhr geöffnet ist. Bei zwei Führungen jeweils um 10 und um 11.30 Uhr werden die geschichtlichen Geheimnisse des Friedhofs und seine Entstehung und Bedeutung in den Jahrhunderten näher beleuchtet. Dazu zählt auch der Gedenkpfad der Opfer für Krieg und Gewalt, welcher aus den Gräberfeldern der beiden Weltkriege, den Opferhain des Faschismus, sowjetisches Ehrenmal und dem jüdischen Friedhof besteht.

Waldeisenbahn, Telux und Museum in Weißwasser öffnen Türen

Am Museumsbahnhof der Waldeisenbahn Muskau in Weißwasser gibt es zwischen 13 und 16 Uhr es eine „Spurensuche entlang der Kohleverladeanlagen“ sowie stündliche Führungen auf dem Museumsgelände. Die Waldeisenbahn ist ein Industriedenkmal, was hauptsächlich im Ehrenamt erhalten wird.
Die evangelische Kirche, vor mehr als 125 Jahren erbaut, bietet über die Mittagszeit zwischen 11 und 13 Uhr Führungen an. Der Förderverein zeigt zudem eine digitale Führung, die Marcus Hentschel angefertigt hat. Auch Kirchturmbesteigungen sind bis 12 Uhr möglich. Erstmals lädt auch das ehemalige Glaswerk Telux Führungen an. Zwischen 13 und 14.30 Uhr gibt es hier Information über den Umgang der Zeugen der Industriegeschichte und der kulturellen Nutzung. Kulturell geht es auch im Glasmuseum Weißwasser zu, was in der einstigen Villa Edmund Gelsdorfs, Sohn des ersten Glasunternehmers in Weißwasser, untergebracht ist. Hier wird auch die Sonderausstellung „Dorothea von Philipsborn – Annäherung an ein ungewöhnliches Leben“ gezeigt. Am Neufert-Bau gibt es ab 18.30 Uhr eine Führung durch das ehemalige Glaszentrallager. Im Anschluss wird der Film „We are all Detroit“ im Neufertgarten mit Einbruch der Dunkelheit gezeigt.
Am Tagebau Nochten wird zwischen 10 und 14 Uhr an der Kreisstraße zwischen Schleife und Mühlrose am ehemaligen Mühlroser Forsthauses eine Ziegelei gezeigt, die seit 1750 über einen Zeitraum von ca. 100 Jahren in Betrieb war. Erste archäologische Untersuchungen legten einen runden Ziegelofen mit Brennraum und Belüftungskanälen frei. Auch hier werden Interessenten gern aufgeklärt über die Geschichte des Ortes.
In Niesky ist zwischen 14 und 18 Uhr die Besteigung des Wartturms möglich. Die Parkfreunde bieten Führungen in der Parkanlage Schwesternplantage bzw. am Wartturm an, berichtet Jan Bergmann-Ahlswede vom Konrad-Wachsmann-Haus. Das Konrad-Wachsmann-Haus ist wie zudem ab 10 Uhr geöffnet. Ab 13 Uhr gibt es kostenlose Führungen durch Haus und die Dauerausstellung an.
In der Jacobskirche in Bad Muskau informieren zwischen 11.30 und 17 Uhr Mitglieder der Kirchgemeinde über die Geschichte des Hauses und den Friedhof. Mit einem Konzert in der Gablenzer Trinitatskirche 17 Uhr geladen. Dabei können sich die Besucher auch das neue Kirchmodell ansehen, was dort seit einigen Monaten zu sehen ist.