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| 02:39 Uhr

Studentenwohnheim wird zum Wohnhaus

Das frühere Studentenwohnheim hat eine wechselvolle Geschichte.
Das frühere Studentenwohnheim hat eine wechselvolle Geschichte. FOTO: ume1
Görlitz. Das frühere Studentenwohnheim am Hirschwinkel in Görlitz soll zum Wohnhaus umgebaut werden. Wie die städtische Wohnungsbaugesellschaft KommWohnen Görlitz mitteilt, sollen die Arbeiten Ende 2017/Anfang 2018 stattfinden. ume1

Dabei verwandeln sich demnach die langen Korridore und die davon abzweigenden Zimmerchen in neun großzügige Familienwohnungen mit jeweils fünf bis sieben Räumen. Das Erdgeschoss soll barrierefrei ausgebaut und die durch großflächige Putzabplatzungen ziemlich lädierte Fassade instandgesetzt werden.

Bis Mitte 2015 konnten Studenten der Hochschule Zittau/Görlitz das recht exklusive Wohnambiente unmittelbar an der Neiße genießen, das im Hochwasserfall aber auch seine Nachteile hatte.

Das Grundstück blickt auf eine recht wechselvolle Geschichte zurück. So befanden sich hier unter anderem eine Gerberei und ein Speicher. Letzerer bildete den Ursprung des derzeitigen Gebäudes, das in seiner heutigen Form 1924 entstand. Beherbergte es zunächst 24 Wohnungen, so wurde deren Zahl 1962 auf 18 reduziert. 1989 erfolgte die Umnutzung zum Wohnheim.

Als solches diente das Haus bis Mitte 2015, wobei die letzten Monate von Irritationen und unschönen Begleitumständen geprägt waren. So hieß es zunächst, die Bewohner seien kurzfristig gekündigt worden, um Platz für Asylbewerber zu schaffen. Das Studentenwerk Dresden bestritt dies vehement und erklärte, das Wohnheim an den Freistaat Sachsen zurückgegeben zu haben, weil es nicht mehr benötigt werde. Die Studenten seien rechtzeitig auf freie Plätze in der Nähe hingewiesen worden.

Von den Plänen für eine Erstaufnahmeeinrichtung wurde Abstand genommen, die Studenten mussten dennoch ausziehen. KommWohnen beteiligte sich am darauf folgenden Bieterverfahren des Freistaates Sachsen und bekam den Zuschlag.