(ckx) Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) ist nach Brüssel gereist. Dort hat er eine unterschriebene Erklärung von 41 Bürgermeistern aus neun Ländern Klaus-Dieter Borchardt von der Generaldirektion für Energiepolitik der europäischen Kommission übergeben, informiert die Umweltorganisation WWF.

Hintergrund ist die Tagung der Kohleplattform auf EU-Ebene, die am Mittwoch stattgefunden hat. Die Europäische Union stellt nämlich finanzielle Mittel für die Regionen in Aussicht, die aufgrund des Klimaschutzes vor einem Strukturwandel stehen. Die Aktivitäten der Kohleplattform haben nunmehr das Ziel, den Kohleregionen den Übergang zu sauberen Energien und neuer Wertschöpfung zu fördern, in dem auf EU-Ebene Geld für den Wandel ausgegeben wird.

Die Erklärung der Bürgermeister aus den europäischen Kohlerevieren ist im Ergebnis des Bürgermeisterforums in Weißwasser Anfang September entstanden. Das Forum hatte WWF initiiert. Die EU stehe in der Pflicht, mehr für den Klimaschutz und den gerechten Strukturwandel zu tun, argumentierte seinerzeit Juliette de Grandpré, Klimaexpertin beim WWF Deutschland.

In Brüssel berichtete Pötzsch vom Strukturbruch, den Weißwasser Anfang der 1990er Jahre erlebt hat. „Wir stellen uns als Region der Herausforderungen der Energiewende, können dieser aber nicht allein umsetzen“, mahnt er. Er wünsche sich, dass die EU und die nationalen Entscheidungsträger den Lokalpolitikern zuhören „und mit uns an einem erfolgreichen Wandel in allen Kohleregionen“, so Pötzsch.

Neben Weißwasser haben 20 Bürgermeister aus der sächsischen und brandenburgischen Lausitz die Erklärung unterschrieben.