„Die Infrastrukturentwicklung ist mangelhaft: Einziges positives Beispiel ist die Ortsumfahrung Krauschwitz, die in zwei Abschnitten bis 2015 realisiert werden soll“, so hat die RUNDSCHAU 2003 Landrat Bernd Lange (CDU) zitiert.

Davor hatte die Trassenführung zwischen der B 115 und 156 schon ganze Heerscharen über Jahre beschäftigt, sogar die Gründung einer Bürgerinitiative erwirkt.

Geworden ist seitdem nichts. Und genau das hat jüngst im Gemeinderat für Gesprächsstoff gesorgt.

Slalomfahrt vorbei an Baustellen

Die Fahrt zum Gemeindeamt glich nämlich einer Slalomstrecke. Vorbei ging es an den Baustellenabsperrungen, die für die Sanierung von Gullys auf der Geschwister-Scholl-Straße notwendig geworden waren.

Gemeinderäte wie Mario Mackowiak (CDU) und Eckhard Ladusch (Pro Kind) vermuten, dass bei dem derzeitigen Verkehr die Sanierung der Gullys alle paar Jahre so weiter gehen wird. Schließlich sei die Straße für den Verkehr gar nicht ausgelegt.

Dabei schauen die Krauschwitzer nicht nur auf die steigende Zahl an zivilen Lkw, sondern auch die Nutzung durch die Konvois des Militärs. Schließlich werde dem Truppenübungsplatz Oberlausitz in Weißkeißel künftig eine wichtige Rolle im Nato-Bündnis zugestanden.

Bundesverkehrswegeplan nicht genug

Mackowiak und auch Ladusch fordern deshalb eindringlich, dass die Kommune mehr Druck machen muss, um möglicherweise die Umgehungsstraße wieder mehr und schneller in den Fokus zu rücken. Es reiche nicht, so Mackowiak, dass sie im Bundesverkehrswegeplan für 2030 und bei den Projekten der Strukturhilfe aufgeführt sei.

Die Gemeinde will nun beim Landesamt für Straßenbau- und Verkehr (Lasuv) nachfragen, um dessen Leiter nach Krauschwitz einzuladen. Voraussichtlich im Januar 2020 könnte das passieren.

Voruntersuchungen durch Lasuv

Laut Lasuv wird mit der Voruntersuchung derzeit die Grundlagen für die Planung der Ortsumgehung Krauschwitz erarbeitet. „Wir rechnen mit einem Abschluss der Voruntersuchung im Frühjahr und werden dann auch die Öffentlichkeit frühzeitig am Planungsprozess beteiligen“, kündigt Pressesprecherin Isabel Pfeiffer an.