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| 17:52 Uhr

Weißwasser muss höhere Kosten stemmen
Strompreis für Eisarena und Schwimmhalle steigt

Der Strompreis für die Eisarena in Weißwasser steigt ab dem kommenden Jahr um 14 000 Euro auf knapp 251 000 Euro.
Der Strompreis für die Eisarena in Weißwasser steigt ab dem kommenden Jahr um 14 000 Euro auf knapp 251 000 Euro. FOTO: Christian Köhler
Weißwasser. Die Stadt Weißwasser muss für 2019 Mehrkosten für die städtischen Objekte einplanen. Dem neuen Vertrag stimmte der Rat zu. Von Christian Köhler

Was den Bürger schon seit Jahren belastet, macht auch vor der Stadt Weißwasser nicht halt: höhere Strom- und Energiekosten. Knapp 18 000 Euro Mehrkosten für Eisarena und Schwimmhalle schlagen ihr ab dem kommenden Jahr ins Kontor. Das jedenfalls besagen die Stromlieferverträge, die die Stadtverwaltung mit den Stadtwerken Weißwasser (SWW) für das kommende Jahr geschlossen hat. Beide hat der Stadtrat nun einstimmig abgesegnet.

Vereinbart wurde vertraglich ein jeweiliger Kilowattstundenpreis von 5,694 Cent für die Schwimmhallte und 5,574 Cent für die Eisarena. 2017 hatte die Stadt für beide Objekte noch 4,41 Cent pro Kilowattstunde bezahlt. In Summe kostete der Strom für die Eisarena demnach im vergangenen Jahr 237 000 Euro und für die Schwimmhalle 82 500 Euro.

Wie das Rathaus nun den Stadtratsbeschluss umsetzen will, 50 000 Euro in der Eisarena einzusparen, ist während der Ratssitzung nicht thematisiert worden. „Es laufen Planungen, einige technische Anlagen zu erneuern“, erklärt Bauamtsleiter Thomas Böse, „ob sich das aber energetisch auswirkt, kann ich nicht sagen.“ Vorgesehen sei, insgesamt die Halle abzukühlen, damit gerade im Sommer die Stromkosten für die Kühlanlagen sinken, erklärt Böse auf Anfrage von Dirk Rohrbach (Klartext).

Kathrin Jung (SPD) unterdessen fragt sich, warum die Stadt den Stromliefervertrag nicht ausgeschrieben hat. Schließlich müsse man auf dem Markt Preise vergleichen. „Darüber haben wir doch schon 2017 disktutiert“, erinnert sie. Hauptverwaltungsleiter Dietmar Lissina entgegnet, dass auch „Fachleute sich in der Frage nicht einig sind“ und man bei einer Beratung in Dresden keine Beanstandungen an  dem jetzigen Verfahren gemacht habe. Andreas Kaulfuß (CDU) moniert, warum der Vertrag so spät geschlossen wurde. „Gerade im Winter sind Preise hoch“, ergänzt Kathrin Jung. Den Hinweis nimmt Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) auf – aber erst für das kommende Jahr.