Gut ein Jahr haben die Anwohner an der Bautzener Straße in Uhyst mit allerlei Baulärm leben müssen. Und nicht nur das, zuvor sind bereits durch das Verlegen von Medienleitungen sowie dem Bau der Niederschlesischen Magistrale jede Menge Baufahrzeuge im Boxberger Ortsteil gedonnert. „Das Ergebnis ist wirklich mehr als zufriedenstellend“, sagt der scheidende Leiter des kreislichen Bauamtes, Dieter Peschel.

Das Gemeinschaftswerk zwischen der Gemeinde Boxberg und dem Landkreis Görlitz hat in Summer 1,2 Millionen Euro gekostet. 80 Prozent davon hat der Freistaat übernommen. „Die Anwohner hatten tatsächlich viel Geduld bewiesen“, erklärt der erste Beigeordnete des Landkreises, Thomas Gampe, und fügt an: „Dafür möchte ich mich in aller Form bedanken.“

Auf nunmehr 900 Meter grundhaft ausgebauter Straße rollt seit Montag wieder der Verkehr. Damit das überhaupt geht, ist eine Menge Vorarbeit zu leisten gewesen. So konnte etwa die Straßensanierung nicht bereits im Zuge der Medienverlegung erfolgen, weil die Finanzierung noch nicht gesichert war. Trotzdem, das erklärt Boxbergs Bürgermeister Achim Junker (CDU), „ist die Fertigstellung der Straße ein gutes Beispiel dafür, wie Gemeinde und Landkreis zusammenarbeiten“. Einige Restarbeiten, wie der Gehwegebau, müssen jedoch noch fertiggestellt werden.

Dass durch die besondere Grundwassersituation der Straßenbau nicht einfach gewesen ist, davon berichtet der zuständige Bauleiter des Krauschwitzer Unternehmens Nadebor, Ingolf Hertrich. „Durch den hohen Grundwasserstand haben wir lokal das Wasser abpumpen müssen“, erklärt er. Allerdings habe das Wetter seit Baubeginn den Arbeitern in die Hände gespielt. Besonders Stolz ist man auch auf die neuen, barrierefreien Bushaltestellen.

Dreiste Autofahrer

Gleichzeitig macht der Bauleiter aber auch auf das Verhalten so mancher Autofahrer aufmerksam. „Immer mehr Autofahrer ignorieren einfach Baustellenschilder“, erzählt Hertrich. Die Krönung habe sich ein Mann geleistet: Die Polizei hatte dafür gesorgt, dass die gesperrte Straße nicht widerrechtlich von Pkw-Führern durchfahren wird. „Und dann hat der Fahrer die Polizei gebeten, ob sie nicht ihr Auto beiseite fahren kann, damit er durchfahren kann“, erzählt der Bauleiter.