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Landkreis Görlitz
Straßenmeistereien rüsten bei Technik weiter auf

Marcel Lehmann und Stefan Güntzel (r.) sind auch froh, dass über das Weihnachtsfest nicht mit Schnee und Eis zu rechnen ist.
Marcel Lehmann und Stefan Güntzel (r.) sind auch froh, dass über das Weihnachtsfest nicht mit Schnee und Eis zu rechnen ist. FOTO: Regina Weiß / LR
Weißwasser. Das Budget für 2018 konnte um 100 000 Euro erhöht werden. Mitarbeiter in Weißwasser sind nicht böse darüber, dass es Weihnachten zweistellige Plusgrade geben soll. Von Regina Weiß

1200 Kilometer Straßen haben die Meistereien im Landkreis zu „bespielen“. Die 27 Mitarbeiter und ein Lehrling in Weißwasser sind für 302 Kilometer zuständig. Hinzu kommen 45 Kilometer Radwege. Zweieinhalb bis drei Stunden brauchen die Fahrzeuge, wenn sie im Winterdiensteinsatz eine Runde absolvieren müssen. Inklusive 1.15 Uhr aufstehen, um früh beizeiten auf der Piste zu sein. Kein Wunder, dass in Weißwasser niemand über die Wetteraussichten zu Weihnachten böse ist, auch wenn der Weihnachtsmann nun von Schlitten auf Kutsche, Fahrrad oder die Füße umsatteln muss...

Die richtige Fortbewegungstechnik ist nicht nur für den vollbepackten Rauschebart wichtig, sondern auch für die Straßenwärter, wenn sie ihre Aufgaben zeitnah erfüllen sollen. Peschel betont, dass der Landkreis deshalb sein Budget erhöht habe. Waren es vor vier Jahren 550 000 Euro, sind es im nächsten Jahr 650 000 Euro, die investiert werden können. Auch der Standort Weißwasser wird davon profitieren. Schon bestellt ist ein neuer Lkw für rund 200 000 Euro, der im kommenden Jahr anrollen soll. Eine Tonnenwalze, zwei Verkehrswarn-Anhänger, zwei Schneeflüge, ein Leitpfostenwachsgerät und ein Aufsatzstreuer für den neuen Lkw stehen für 2018 in der Liste.

Klar ist, dass damit noch längst nicht alle Wünsche erledigt sind. „Auch wenn unsere Ausstattung richtig gut ist im Vergleich mit den anderen Landkreisen“, so Peschel. Aber es gebe auch Technik, die 15 bis 20  Jahre alt ist oder solche, die teilweise schnell verschleiße. Hinzu kommen die technischen Entwicklungen. So sei an den Autobahnen schon der Rasenmäh-Roboter im Einsatz, der von einem Mann gesteuert werde. „Auch mit so etwas werden wir uns befassen müssen.“

Allerdings soll jetzt erst mal moderne Kommunikationstechnik Einzug halten. Die Kolonnenführer bekommen Smartphones, auf denen natürlich auch die regelmäßigen Wetternachrichten beziehungsweise -warnungen eingehen. Außerdem ist die Anschaffung von Tablets geplant, die die Baumschauen erleichtern sollen. Mit der neuen Technik lasse sich an Ort und Stelle besser agieren. Was aber weder neue Handys noch neue Computer bringen, ist eine bessere Netzversorgung. Die macht auch der Straßenmeisterei so ihre Probleme. Eine Mitnutzung des Digitalfunks war von Seiten des Landes nicht erwünscht. Bleiben also nur Rauchzeichen oder Brieftaube – die Kollegen der Straßenmeisterei nehmen es noch mit Humor.