Er war von einem aufmerksamen Bürger informiert worden und handelte sofort, wie er berichtete. "Alles ist inzwischen weiträumig abgesperrt worden. Bauhof-Mitarbeiter haben ringsherum einen Bauzaun aufgestellt, der nicht zu übersehen ist." Denn jetzt könne hier niemand mehr durchlaufen, diejenigen wären in großer Gefahr. Kaum vorstellbar, wenn so ein Brocken einen Menschen treffe, ist der Gablenzer in Sorge. Noack kündigt an, dass er diesen Bereich nicht mehr freigebe. So lange nicht, bis die Sanierung erfolgt ist, betont er.

Was der Auslöser war, dass der Granitstein rausbrach, ist dem Bürgermeister nicht bekannt. Aber in der Vergangenheit war es immer wieder dazu gekommen, dass Leute die Rakotzbrücke betreten haben, obwohl das schon seit Langem streng verboten ist - weil eben das Bauwerk Schäden aufweist und dringend saniert werden muss. Um die Mittel dafür bemüht sich die Gemeinde Gablenz seit Jahren und war trotz Unterstützung aus der Politik immer wieder gescheitert. Jetzt zeigt sich aber Licht am Ende des Tunnels. Derzeit werden zwei Fördermöglichkeiten geprüft, bei denen Land und Bund sowie die beiden Bundestagsabgeordneten Michael Kretschmer (CDU) und Thomas Jurk (SPD) mit im Boot sind.

Zum einen ist das das Gesamtpaket Park im neuen Bund-Länder-Städtebauförderprogramm "Zukunft Stadtgrün", zum anderen das Förderprogramm für ortsbildprägende Gebäude innerhalb der Städtebauförderung. Noack gibt die Hoffnung nicht auf, dass der Rakotzbrücke geholfen wird und das Landeskulturdenkmal dadurch noch für viele Generationen Touristen aus der ganzen Welt so ein beliebtes Fotomotiv bleiben kann. Ohne Bauzaun. Am Mittwochnachmittag waren es gerade viele Tschechen, die den herrlichen Park und das Brückenensemble erkundeten.