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Karneval
Stephan übergibt an Stefan

Stefan Schmalenberg ist der neue Präsident. Er tritt in die Fußstapfen von Stephan Enax (r).
Stefan Schmalenberg ist der neue Präsident. Er tritt in die Fußstapfen von Stephan Enax (r). FOTO: Regina Weiß / LR
Bad Muskau. Beim Vornamen ihres Präsidenten bleiben sich die Bad Muskauer Karnevalisten treu. Dort hat es nach 31 (!) Jahren einen Personalwechsel gegeben. Von Regina Weiß

Der Start in die 63. Saison des Muskauer Karnevals beginnt mit einer Überraschung. Der Elferat hat einen neuen Präsidenten. Stephan Enax , der einst das Amt von Bernd Stricker übernommen hatte, gibt nun den Staffelstab weiter. Nach 31 Jahren übernimmt Stefan Schmalenberg die Präsidentenkappe. „Die vielen Jahre waren überhaupt nicht mein Ziel“, so Enax beim traditionellen „Kappen auf“ am Samstag im Kaffee König. Damals habe er das Präsidentenamt übernommen, bis sich sozusagen ein richtiger Kandidat für den Posten finden würde. So ist das öfter im Leben, manches dauert länger, als man dachte.

Dass es nun einen Nachfolger gibt, darüber zeigt sich auch Bad Muskaus Bürgermeister Andreas Bänder (CDU) froh, als er die erste Überraschung verwunden hat. Der Name Enax sei über viele Jahre mit dem Karneval verbunden. Dass man so lange an der Spitze eines Vereins stehe, sei keine Selbstverständlichkeit. „Ich habe immer Deine Ruhe bewundert“, so Bänder an den scheidenden Präsidenten. Dem sei es durch sein Art gelungen, manche Hürde zu meistern. „Der Elferat Bad Muskau hat einen sehr guten Ruf und das nicht nur in der Stadt, sondern auch in der Region“, erklärt der Bürgermeister. Mit Humor allein sei das nicht getan. „Da gehört viel mehr dazu“, so Bänder.

„Stephan hat immer dafür gesorgt, dass der Verein zusammenhält“, lobt Stefan Schmalenberg seinen Vorgänger. Der 40-jährige spricht nicht von einem schweren Erbe, das er antrifft, sondern nennt es eine Herausforderung, der er sich stellen möchte. „Ich möchte für alle ein offenes Ohr haben“, so Stefan Schmalenberg, der seit zehn Jahren dabei ist. Stephan Enax – er wird an dem Tag noch für 40 Jahre Vereinsmitgliedschaft geehrt – sprach ihn für eine Aufgabe im Vorstand an Doch Feuer und Flamme sah anders aus. „Da habe ich gesagt, Du kannst auch Präsident werden“, erinnert sich der 65-jährige mit einem Schmunzeln. Nach Abstimmungen im Vorstand und vor allem mit Ehefrau Claudia, die seit Kindesbeinen zum Karneval in der Parkstadt gehört, sagte Stefan Schmalenberg ja zu seiner neuen Aufgabe. Schließlich musste einiges organisiert werden, wohnen doch Schmalenbergs in Görlitz. Was es ihm einfacher machte, in seinem neuen Amt kann er nicht nur von den Erfahrungen von Stephan Enax, sondern auch von denen von Vize René „Keule“ Koinzer und Schatzmeister Steffen König profitieren.

Und alle gemeinsam, der ganze Verein eben, „schraubt“ am neuen Programm. „Die 90er-Jahre verrückt und bunt, im Lindenhof geht es wieder rund“ lautet das Motto der 63. Saison. Die ist übrigens verdammt kurz. „Dafür aber heftig“, lacht der neue Chef.

Wer mitfeiern will, kann sich folgende Termine notieren: Hofball (20. Januar), Fasching für Menschen mit Behinderung (27. Januar), Lindenstad’l (28. Januar), Weiberfasching (3. Februar), Faschingsumzug und großer Karneval (10. Februar), Kinderfasching und Rosenmontagsball am (12. Februar).

Klar, dass es da auch wieder ein Prinzenpaar braucht. Es ist bereits gefunden, kann der Vizepräsident vermelden. „Es war eine schwierige Geburt“, gibt er aber gegenüber der RUNDSCHAU zu.