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| 15:59 Uhr

Kommunalpolitik
Stark beschädigt – Spielplatzgerät wird abgebaut

Weißwasser. Das Thema Spielplatz beschäftigt Stadtverwaltung und Räte weiterhin in Weißwasser.

Jetzt ist das passiert, was Referatsleiter Gerd Preußing schon vor einigen Wochen befürchtet hat: Der Sicherheitsbeauftragte hat bei der Kontrolle dem Klettergerüst auf dem Kohlestauplatz das Aus bescheinigt. Es soll abgebaut werden, da es zu stark beschädigt ist, wurde jetzt im Bau- und Wirtschaftsausschuss informiert. Morsche Balken und weitere Schäden verbieten es, dort Kinder herumtoben zu lassen. Thomas Krause (CDU) hatte gefragt, warum denn die Spielgeräte schon wieder gesperrt seien. Auch der Seilzug an gleicher Stelle sei nicht mehr in Ordnung.

Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) wurmt die Situation auf den öffentlichen Spielplätzen ebenso. Im Haushalt der Stadt sind jedes Jahr Gelder für die Instandsetzung vorgesehen. Doch derzeit hat die Stadt noch keinen Haushalt für 2018. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere sei die Zerstörungswut einiger Mitmenschen. Als Beispiel nannte er den „Armeespielplatz“ an der Heinrich-heine-Straße. Dort waren erst vor kurzem neue Tore aufgestellt worden zum Bolzen. „Jetzt ist ein Tor weg, und das andere ist aufgeschlitzt. ich verstehe die Leute nicht“, so der OB. Schon gar nicht, dass einige Eltern es dulden, wenn ihre Kinder mutwillig Schäden anrichten. Die Beobachtung, dass Vandalismus überall zunimmt, hat auch Thomas Krause gemacht, berichtete dieser. Baureferatsleiter Thomas Böse will verwaltungsintern eine Diskussion, sagte dieser, wie die Stadt künftig mit Anlagen umgeht, die ihre Daseinsberechtigung eins hatten, aber nun mit der Bevölkerung ringsherum in die Jahre gekommen sind. Ein Beispiel sei der Freizeitpark. Thomas Krause unterstützte das und warf ein: „Es ist eine Frage der Unterhaltungskosten. Im Freizeitpark ist inzwischen vieles zerstört.“ Mehr als ein großes Hundeklo sei es dort nicht mehr, so dessen kritischer Standpunkt. Thomas Böse betonte zum wiederholten Male, Weißwasser habe mit dem Oberlausitzer Sport- und Freizeitpark eine einmalige Chance. Dort sollen ja bekanntliche weitere Anlagen entstehen und somit Freizeitmöglichkeiten konzentriert werden.

Unabhängig davon folgten die Mitglieder des Bau- und Wirtschaftsausschusses dem Antrag der Fraktion Klartext. Demnach soll die Verwaltung bis Ende Juni für einen Spielplatz im Bereich „Altes Dorf“  eine Untersuchung möglicher kommunaler Standorte vornehmen. Er sollte etwa 1000 Quadratmeter groß sein und verkehrsberuhigt liegen. SPD-Stadträtin Kathrin Jung war ob des Antrags verwundert. Vor zwei Monaten war aus der Mitte des Rates vorgeschlagen worden, die 20 000 Euro Siegprämie von Mission Olympic zweckgebunden für einen Spielplatz zu verwenden. Das war abgelehnt worden. „So ein Beschluss macht doch nur Sinn, wenn auch ein Platz gebaut wird“, meinte Kathrin Jung. Sie fragte die Klartext-Kollegen: „Wollt Ihr einen Spielpaltz oder nicht?“ „Jetzt noch mal Klartext“, so Detlef Wolsch, „wir wollen es geprüft haben.“ Hans-Jürgen Beil ergänzte: „Wir haben nicht einen Spielplatz abgelehnt, sondern die Verwendung der Mission-Olympic-Gelder dafür.“ Nun war alles besprochen, der Bauausschuss stimmte letztlich einstimmig dem Klartext-Antrag zu.