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| 04:59 Uhr

Stahls Kampfkraft bringt den Erfolg

Rietschen.. Im Vergleich zum erfolgreichen Saisonauftakt (gegen Sagar 23:21) musste im ersten Auswärtsspiel der Saison beim Radeberger SV gleich auf vier Spieler verzichtet werden. Die Brüder Walter, Pörsel und Arndt standen aus verschiedenen Gründen nicht zur Verfügung. (ho)

Das bedeutete, Rietschen trat mit nur einem Auswechselspieler an.
Nach einer ausgeglichen Anfangsphase (2:2) drehten die Gastgeber auf. Begünstigt wurde ihr druckvolles Spiel allerdings durch einige Unaufmerksamkeiten und Nachlässigkeiten in der Abwehr. Damit auch alles passt, wurden in dieser Phase auch beim Abschluss Mängel deutlich. Radeberg ließ sich nicht lange bitten, lag binnen weniger Minuten mit 7:3 in Front. Rietschen brauchte einige Zeit, um sich von diesem Zwischenspurt zu erholen. Doch mehr als ein Verhindern des weiter anwachsenden Rückstandes war zu diesem Zeitpunkt nicht möglich (10:6;11:7 und 12:8 für Radeberg). Immer wieder fanden die schwungvoll angreifenden Radeberger eine Lücke in der nicht sicher wirkenden Abwehr der Rietschener. Zwei weitere Tore für die Gastgeber (14:8) schienen den späteren Ausgang des Spiels ankündigen zu wollen. Das Trainerduo Petermann/Mühle reagierte und stellt den Abwehrverband um. Aus der 5:1-Formation wurde auf 6:0 umg estellt. Plötzlich hatten die Gastgeber ihre Schwierigkeiten, um weiterhin den Ball im Rietschener Gehäuse versenken zu können. Gerade in den letzten Minuten der 1. Halbzeit (15:9) gelang es den Gästen, den Rückstand zu verkürzen. Mit drei Toren in Folge gelang es, den Halbzeitstand von 12:15 aus Rietschener Sicht zu erzielen. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass in den letzten Minuten noch 3 völlig freie Einwurfmöglichkeiten vergeben wurden. Dies hätte schon der Ausgleich sein können.
Im Gefühl mit einer weiterhin sicheren Abwehr den Gastgebern ernsthaft Paroli bieten zu können, begannen die Rietschener eine erfolgreiche Aufholjagd. Radeberg stemmte sich dagegen, behauptete den aus ihrer Sicht bestimmt sehr kostbaren Vorsprung. Die Gäste ließen immer noch zu viele Chancen ungenutzt, konnten aber mit einer stabilen Deckungsarbeit ein erneutes Enteilen verhindern. In der 47. Minute fiel endlich der ersehnte Ausgleich (24:24). Damit nicht genug.
Der nächste Ball der Radeberger wurde abgewehrt und die erneute Führung erzielt (Rietschen lag schon mal am Anfang mit 1:0 vorn). Ab diesem Zeitpunkt ging es in schöner Gleichmäßigkeit im Gleichschritt weiter. Rietschen legte ein Tor vor, Radeberg glich aus. Die Entscheidung, ob es einen Gewinner geben würde, musste in den letzten Spielzügen gesucht werden. Nachdem Rietschen mit 30:29 führte, konnte Radeberg wieder ausgleichen. Rietschen gelang danach der 31. Treffer. Radeberg konnte in Gegenzug nicht ausgleichen. Im letzten Angriff der Gäste wurde ebenfalls kein Treffer erzielt. Radeberg verblieben noch 14 Sekunden, um den letzten Angriff zu gestalten. Eine Auszeit diente zur Absprache.
Tatsächlich kamen die Gastgeber noch zu einem gefährlichen Wurf auf das Rietschener Tor, doch Torwart Stefan Richter lenkte den Ball an den Pfosten von wo er von Philipp Domko aufgenommen werden konnte. Einmal Luftholen - das war's. Rietschen gewann Dank einer starken kämpferischen Leistung und in den entscheidenden Phasen mit etwas Glück 31:30 in Radeberg.

Rietschen spielte mit: Richter; Junge; Holubek; Harmgardt (6); B. Hilke (4); Retz (7); Domko (5), St. Hilke (8/3); Scholz (1).